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Zwei helfen

Gute-Laune-Programm für Kinderhospiz

Wenn Maria Klotz und Marion Liese zu ihrem Benefizprogramm für Kinderhospize rufen, dann lassen sich selbst renommierte, regionale Künstler nicht lange bitten. Bei der zweiten Auflage ihres „Nah dran“, gaben sich denn auch dieses Mal wieder Magier, Vokalartisten und Musiker ein Stelldichein bei der Jöhlinger Firma Liese. Sie hatte ihre Fabrikhalle komplett leergeräumt und als einer von vielen Sponsoren für „Nah dran 2.0“ zur Verfügung gestellt.

So schwer auch das Schicksal derer ist, die den Erlös des Abends erhalten werden (Die Veranstalter rechnen mit weit mehr als den 10.000 Euro, die beim letzten Mal zusammengekommen waren) sollte es doch ein Gute-Laune-Abend werden. Garant dafür war dieses wie auch schon letztes Mal  Georg Schweitzer. Der Moderator irrlichterte ständig zwischen Zuschauern und den Künstlern auf der Bühne hin und her. Wertvolles Hilfsmittel war ihm ein Meterstab. Mal zählte er damit die Minuten der Pause herunter, mal benutzte er ihn als Ausrufe- oder Hinweiszeichen auf Besucher oder für Künstler, mit denen er gerade seine Späße trieb. Dazu griff er sich immer wieder einen Besucher für einen Scherz heraus oder lieferte sich ein pantomimisches Head-Banger-Duett mit “Miss Foxy“, der Lead-Sängerin der gleichnamigen Band, die den Saal im Zweiten Teil das Abends mit etlichen Cover-Songs rockte.

Musik bestimmte den Löwenanteil des Abends, der mit den „Dolphins“ eröffnet wurde, die als a-Capella-Band Stücke a la „Comedian Harmonists“ lieferten („der kleine grüne Kaktus“). Tatsächlich als Rakete erwies sich „Jessica and the Houston Rockets“. Mit ihrer unglaublichen Stimme brachte die Solistin die Halle zum Toben. Ganz ähnlich die Publikumsresonanz bei „Tony Mogens“, wenn auch mit ganz anderem Stilmittel. Der „Gute-Laune-Junge“ passte zum Abend wie die Faust aufs Auge. Er überzeugte nicht nur mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit, sondern auch mit seinen anspruchsvollen Texten. Den Abschluss des Abends gestalteten die „Curbside Prophets“. Sie ließen zu ihrer unverkennbaren Rock—Reggae-Mischung die Besucher bis weit in den Morgen hinein das Tanzbein schwingen. Optischer Kontrapunkt zum Musikprogramm war Ralf Gagel. Der Grabener Magier ließ das Publikum spätestens dann mit großem Staunen zurück, als er – unerklärbar – ein junges Mädchen auf der in der Horizontale Bühne frei schweben ließ.

Der Erlös des Abends soll dem Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen zugutekommen. Dort werden Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen bis zum Tod betreut. Diese Arbeit werde von Land und Bund nicht bezuschusst und müsse deshalb aus Spenden finanziert werden, berichtete die Leiterin Beate Däuwel. Dass eine erkleckliche Summe in dem Spendentopf des Kinderhospizdienstes landen wird, dazu trugen auch viele ehrenamtliche Helfer bei.

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