Zustimmung zu den Bohrungen

Stellungnahme der FDP-Fraktion zum Antrag des Zementwerks

Seit nunmehr 70 Jahren ist in Walzbachtal-Wössingen ein Zementwerk ansässig. Bereits vor dieser Zeit gab es einen sogenannten Steinbruch in dem Kalksandsteine zur Errichtung von Gebäuden gehauen wurden. Die partnerschaftliche  Zusammenarbeit zwischen Zementwerksbetreiber und Gemeinderat war bislang aus unserer Sicht ein faires miteinander. 

Die jährliche Vorstellung des Schadstoff-Emissions-Berichtes gab immer Aufschluss über die Werte von Schadstoff-Ausstoß.  Dass aufgrund neuer Techniken auch Verbesserungen möglich sind wurde immer zugestanden und bekräftigt diese auch umzusetzen. Das Werk wuchs in dieser Zeit und wurde immer wieder mit den neuesten Techniken ausgestattet.

Dabei wurde aber das bestehende Abbaugebiet immer geringer.

 Die jetzigen Eigner des Betriebes sind nun an die Grenzen der Möglichkeiten für den Abbau des notwendigen Kalksteins im vorhandenen Gelände angelangt. Aus diesen wirtschaftlichen Gründen ist es verständlich, dass Überlegungen angestellt werden um die Möglichkeit  vor Ort  neues kalksteinhaltiges  Gelände zu erkunden.  

In Bezug auf die Ausführungen meiner Vorredner möchte ich doch einige Anmerkungen machen bezüglich des Koalitionsvertrages der jetzigen Landesregierung. Diese hat beschlossen, dass Abbauflächen für die Rohstoffe der  Zementindustrie langfristig gesichert werden sollen. Im Rohstoffkonzept der Landesregierung wurde bereits in der vergangenen Legislatur  festgeschrieben, dass mineralische Rohstoffe für die Zementindustrie hauptsächlich und engbegrenzt auf der Schwäbischen Alb und im Kraichgau vorhanden sind. Im beigefügten Atlas sind dabei im Kraichgau drei Standorte gekennzeichnet. Zwei im Rhein-Neckar-Kreis und einer im Großraum Karlsruhe. Einer der beiden Standorte im Rhein-Neckar-Kreis wird aufgrund von Rohstoffmangel bald die Tore schließen.  Andererseits will die neue Landesregierung die Windenergie ausbauen und das vordringlich in Staatswaldgebieten.  Liebe Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen von Stuttgart wie will man Fundamente ohne Zement für die Windkraftanlagen erstellen? Bei der Errichtung von Windenergieanlagen im Staatswald geht Wald(gelände) unwiderruflich verloren – auch für die Zufahrten geht Wald verloren.

 Die  Firma Opterra hat den Antrag gestellt auf dem Waldgebiet östlich der K 3564 Erkundungsbohrungen durchführen zu dürfen. Nur über diesen Antrag haben wir heute Abend zu entscheiden und sonst über nichts anderes. Ich möchte dies ausdrücklich betonen anlässlich der im Zuschauerraum -großen Anzahl- von Zuhörern. Auch über die in den letzten Tagen kursierten Meldungen sowohl über das Gebiet oder über die Flächen wurde vieles Quasi  in einen Topf geworfen und falsch interpretiert.  Nochmal heute Abend geht es nur um den Antrag über Erkundungsbohrungen und sonst um nichts. Noch eine Anmerkung – Wald bzw. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff – Kalkstein aber nicht. 

Die FDP Fraktion stimmt dem Antrag zur Durchführung von Erkundungsbohrungen durch die Firma Opterra zu.              

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Kommentare (2)

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    Wössinger

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    Als Antwort auf: Zustimmung zu den Bohrungen
    Völlig richtig. Für windräder darf Wald abgeholzt, also die Umwelt zerstört werden.

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    bergzwergin

    |

    Als Antwort auf: Zustimmung zu den Bohrungen
    Die FDP-Fraktion hat es richtig erkannt. Die Kalksteinvorkommen sind begrenzt. Sollte das Werk trotz Kalksteinvorräte schließen, würde dies bedeuten, Deutschland immer weiter in die Abhängigkeit anderer Länder zu drängen. Das Weltklima könnte vom Niedergang Deutschlands profitieren, wenn Deutschland größer wäre und schlechtere Grenzwerte und Bestimmungen hätte. Doch so sind Entscheidungen, die gegen das produzierende Gewerbe sind, Selbstmord auf Raten ohne Nutzen. Vielen Dank liebe FDP-Fraktion das sie noch an das große Ganze denken und die Region nicht ohne Diskurs beerdigen.

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