Zuschuss für Viktoria

„Regenbogen“ will sich entfalten / Bauantrag „durch die Hintertür“ / Hortessen wird teurer

Der Walzbachtaler Gemeinderat gibt in diesem Monat tüchtig Gas. Nicht weniger als drei Sitzungen hat er sich für den Februar vorgenommen. Am kommenden Montag trifft er sich zum dritten Mal um 19 Uhr in der Wössinger Böhnlichhalle zu durchaus interessanten Tagesordnungspunkten. Das Kinderhaus Regenbogen beispielsweise will mit der Aufnahme in das Landesförderprogramm „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren“ einen großen Sprung nach vorne machen.

Falls der Gemeinderat dies billigt, wird der „Regenbogen“ beantragen können, in die Reihe von 100 Kindertagesstätten in Baden-Württemberg aufgenommen zu werden, deren Ziel es ist, Zitat: „mit Hilfe einer systemischen Betrachtungsweise Familien zu unterstützen, sie als Ganzes in den Blick zu nehmen, die Erziehungskompetenz und die Selbstwirksamkeit der Eltern zu stärken und Kinder so nachhaltig und wirkungsvoll zu fördern.“

Einem leichten Preisanstieg für das Essensgeld in den Horten soll der Gemeinderat zustimmen. Der beauftragte Caterer will Corona bedingt und zeitlich befristet den Preis um 37 Cent von 3,69 Euro auf 4,06 Euro erhöhen. Damit wird einem erhöhten Arbeitsaufwand mit fünf statt bisher zwei Ausgabeorten Rechnung getragen und gleichzeitig die Mehrwertsteuer weitergegeben. Die Elternbeiratsvorsitzenden tragen diese temporäre Erhöhung und die Anpassung an die Umsatzsteuer mit, heißt e in der Vorlage der Gemeindeverwaltung. Die Anpassung soll ab dem 1. April umgesetzt werden. Sobald die strikte Gruppentrennung aufgehoben und die Essen in beiden Horten wieder an jeweils einen Standort geliefert werden können, wird der Essenspreis wieder auf 3,70 Euro gesenkt.

Wenig spektakulär dürfte ein Nachtrag zum Finanzierungsvertrag zur Finanzierung der Grunderwerbs- und Erschließungsmaßnahmen „Seniorenzentrum“ Kirchberg sein. Hier soll lediglich die Laufzeit des Vertrages angepasst werden, der vom 21.11.2016 aus vier Jahre laufen und am 20.01.2021 enden sollte. Durch die bekannten Verzögerungen beim Bebauungsplan „Kirchberg“ musste der bestehende Vertrag mit der Landesbank Baden-Württemberg verlängert werden.

Der FC Viktoria Jöhlingen darf darüber hinaus auf einen Zuschuss in Höhe von rund 7000 Euro hoffen für den Um- und Neubau seiner Flutlichtanlage. Abgeschlossen wird die Sitzung einem Wichtigen Schritt zum Glasfaseranschluss des Bauernweilers Binsheim. Der Landkreis Karlsruhe soll die Ermächtigung erhalten, den Auftrag an dein wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen. Zuvor werden noch zwei Bauanträgen beraten. Der in der Wössinger Forststraße dürfte unproblematisch sein und die Verwaltung empfiehlt Einvernehmen.

Mit viel Gegenwind darf hingegen der Antragsteller eine Vorhabens in der Wössinger Prinz-Max-Straße rechnen. Einen ersten Bauantrag zur Einrichtung eines Beherbergungsbetriebs hatte der Gemeinderat schon im September vergangenen Jahres abgelehnt. Jetzt kommt ein veränderter Bauantrag auf Nutzungsänderung zu zwei Ferienwohnungen und zwei Wohneinheiten. DAS stößt erneut auf Widerstand aus der Gemeindeverwaltung, die in ihrem ablehnenden Urteil deutliche Worte findet: „Unabhängig von der rein baurechtlichen Beurteilung des vorliegenden Antrags möchten wir uns abschließend trotzdem doch den Hinweis erlauben, dass die Umdeklarierung des Antrags augenscheinlich nur dazu dient, die abgelehnten Monteurszimmer „durch die Hintertür“ zu realisieren. Die tatsächliche Nutzung spricht dafür.“

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