Header

Zu wenig Liebe – zu viel Wirtschaft

Europäische Songwriter zeigten ihre eigene Sicht auf das Thema „Freiheit“
(PM) Was die Zuhörer in der Aula der Handelslehranstalt an diesem Abend von zehn jungen Songwritern aus Deutschland, Frankreich, und England zum Thema „Geliebte Freiheit“ zu hören bekamen, war stimm- und wortgewaltige Musik vom Feinsten. In ihren Songs thematisierten sie Enge und Tempo unseres Alltags, die Übermacht der Wirtschaft, die in alle Bereiche unseres Lebens hineinreicht, zu wenig menschliche Nähe und die nie versiegende Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Ihre eigenen Kompositionen brachten sie auf ihrer Tournee durch Straßburg, Heidelberg und Bruchsal nun erstmals auf die Bühne.
Begleitet wurden die jungen Musiker von der englisch-deutschen Band „Spirit’n’Jazz“, die die Songs mit professioneller Lässigkeit und viel Fingerspitzengefühl zu einem musikalischen Erlebnis der Extraklasse machten. Seit Ostern 2006 treffen sich die Jazzmusiker aus Deutschland und England regelmäßig, um neue Songs zu Themen, die sie bewegen, miteinander zu entwickeln und im Studio aufzunehmen. „Freiheit und Liebe“ ist ihr diesjähriges Arbeitsthema, unter dem auch das fünfte Internationale Songwriting Seminar im Chateau du Liebfrauenberg in Frankreich stattfand.
ess-2016-bruchsal-a-2
Dort trafen sich junge Musiker aus ganz Europa im August, um gemeinsam neue Songs zu schreiben. Der aktuelle Konzerttitel „Geliebte Freiheit – Liberté mon amour – Beloved Freedom“ verbindet unter anderem das 500. Reformationsjahr mit frischen Popsongs. Im Hintergrund dieser Aktion steht das Europe Spirit Musikprojekt. Das sind Künstler aus zehn europäischen Ländern, die kulturelle Brücken in Europa intensivieren möchten. Der über alle Sprachen hinweg verbindende Wunsch nach Freiheit und Zusammenhalt kam im letzten gemeinsam gesungenen Stück „La Musica“ noch einmal besonders intensiv zum Tragen. Und so galt der begeisterte Applaus des Publikums am Ende des Abends sowohl der Musik als auch dem gesamten Projekt, das in einem Alltag voller Beschränkungen und Abgrenzungen unsere ganze Aufmerksamkeit verdient.
Textautorin: Karin Wilke, Heidelberg Bildautorin: Rebecca Schmid, Bellheim

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links