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Zu Hause bleiben

Mit dem Duktus der Bundeskanzlerin wendet sich der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff an seine Mitbürger mit der Bitte, zu Hause zu bleiben. Heute Mittag hat die Presseabteilung des Brettener Rathauses diese Presseerklärung verschickt, mit der mittlerweile geflügelten Schlussformulierung „Bleiben Sie gesund“ verschickt:

Liebe Brettenerinnen und Brettener,

die Lage ist ernst! Viele von Ihnen machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit und um ihre Zukunft. Oberste Priorität hat nun aber die Gesundheit. Und die können wir nur erhalten, wenn wir engen Kontakt vermeiden und uns an die Anordnungen, Sicherheitshinweise und Verbote halten, die nun in Kraft getreten sind. Leider zeigten sich in Bretten insbesondere einige junge Menschen wenig einsichtig, so dass es inzwischen mehrere Ansteckungen in dieser Personengruppe gibt. Ich bitte deshalb inständig auch alle Eltern, dahingehend auf die Jugendlichen einzuwirken, dass sich alle an die Anordnungen halten. Denn sie sind nur dann wirksam, wenn wir alle mitmachen. Nur wenn wir uns alle verantwortungsbewusst verhalten und tagtäglich überlegen, wie wir mit unserem persönlichen Verhalten und im Umgang miteinander den Virus zurückdrängen können, werden wir ihn besiegen. Jedem und jeder einzelnen von Ihnen kommt dabei eine große Verantwortung zu. Helfen Sie mit!

Nun wird es weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. In Abstimmung mit dem Landkreis haben wir ein Betretungsverbot für alle öffentliche Flächen verordnet. Oberstes Gebot ist es nun, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben und das Haus nur in dringenden Angelegenheiten wie zum Arbeiten, Einkaufen oder den Arztbesuch zu verlassen. Eine genaue Auflistung dazu, was erlaubt und was nicht erlaubt ist, finden Sie in der Allgemeinverfügung der Stadt Bretten über ein Betretungsverbot von öffentlichen Flächen und ausführlich erläutert auf der Webseite der Stadt.

Wir müssen alles tun, um gefährdete Mitmenschen, Ältere und Kranke zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Damit unsere Krankenhäuser, die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte diese immense Aufgabe bewältigen können.

Bitte halten Sie sich an diese Verbote und bleiben Sie zu Hause. Die Ordnungskräfte sind angewiesen, die Einhaltung zu kontrollieren und bei Zuwiderhandeln Strafen zu verhängen.

Ich wende mich mit einer weiteren Bitte an Sie: Kümmern Sie sich um ältere Mitmenschen, indem Sie Einkaufen oder über den Gartenzaun hinweg mit Ihnen sprechen, immer in der Wahrung des nötigen Abstands und unter Einhaltung der Hygienevorschriften.

Die Verfügung darf nicht zu Isolation und Einsamkeit führen. Bitte seien Sie kreativ und nutzen Sie die Situation Ihren Gegenüber als Mitmenschen wahrzunehmen. Wir sind alle im gleichen Boot und müssen nun mit der Situation klarkommen. Wir von der Stadtverwaltung unternehmen alles, damit Ihre Sicherheit und Gesundheit erhalten wird.

Unterstützen auch Sie uns und bleiben Sie zu Hause.

Ich bin mir ganz sicher, dass wir Brettenerinnen und Brettener die Situation meistern. Wir werden neue Wege finden, um miteinander zu kommunizieren, um zu lernen und Sport zu machen.

Bleiben Sie gesund.

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