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Zeitreise

Kapsel soll Informationen in die Zukunft bringen
Zweckentfremdet wurde am Sonntag ein Warmhaltebehälter der Firma Blanco auf dem Amthof in Oberderdingen. Das Edelstahlgefäß, das normalerweise für Rostbraten, Spätzle und Gemüse zum Einsatz kommt, wurde bei frostigen Temperaturen nicht nur in die Außenmauer des Rathauses eingemauert, sondern auch eingefroren.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres sollte eine Zeitkapsel her. Hierfür kam nur ein original Oberderdinger Produkt in Frage. Bauhofleiter Horst Simmel kümmerte sich höchstpersönlich um den luft- und wasserdichten Verschluss, den ein solches Gefäß gewährleisten muss. Bürgermeister Thomas Nowitzki sorgte für den Inhalt: Ein persönlicher Brief an den/die in 50 oder 100 Jahren amtierende(n) Bürgermeister/in, die Festschrift zur 1250-Jahrfeier, den soeben erschienenen Bildband über die Gemeinde, sämtliche Flyer und Presseberichte zu allen Veranstaltungen dieses besonderen Jahres, sowie einer Info zu der limitierten Sammel-Edition Wein und Kunst und des Jubiläumsbiers.

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„Mehr ging leider nicht hinein“, schmunzelte Nowitzki. Er dankte in seiner Ansprache den vielen ehrenamtlichen Helfern, die den 1250. Geburtstag zu etwas Einzigartigem gemacht haben und blickte auf viele Highlights des vergangenen Jahres zurück: Die Kunstleitpfosten, ein Fotowettbewerb, Kalenderbanner an Gebäuden, ein Bildband über Oberderdingen, die Lichtmess-Ausstellung, die Illumination des Amthofes, das Kinderfest, die Weintage, sowie verschiedene Konzerte. „Die ganze Gemeinde ist stolz auf dieses Jubiläumsjahr und auf eine Einwohnerschaft, die ein so schönes Miteinander praktiziert hat“, freute sich der Bürgermeister.

Nach Versenkung der Zeitkapsel im Rathaus, wurde das Gemäuer mit einer gelben Platte aus Sandstein von Künstler Steinmetz Norbert Reschke aus Bretten-Diedelsheim verschlossen.

Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikverein „Freundschaft-Harmonie“, der die rund 150 erschienenen Besucher mit einer Chorfassung von Herbert Grönemeyers „Mambo“, Daniel Dickopfs „Wie kann es sein“, und dem französischen Trinklied „Tourdion“ trotz Kälte bei Laune hielt. Im Anschluss lud der erste Vorsitzende Wolfgang Treffinger noch zu Glühwein und Rahmflecken ein.

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