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Wolff macht Hase und Igel

Brettens OB Martin Wolff kann Rad. Zumindest ein bisschen. Das bewies er bei der zwölften Auflage des Radmarathons der sogenannten Pacemakers. Am 71. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima machten sie sich morgens um 5:45 Uhr auf den 340 Kilometer langen Rundkurs, um ein Zeichen zu setzen für den Frieden und gegen Atomwaffen. Den Start der 150 Radfahrer und Radfahrerinnen von der Stadtparkhalle aus begleitete Wolff früh am Morgen selbst auf dem Rad. Immerhin die Strecke bis Büchig absolvierte er im 150-köpfigen Feld. Ganz nach dem Hase-und-Igel-Motto („Ick bün all dor“) empfing er am Abend frisch und ausgeruht kurz nach 21 Uhr die sichtlich Ausgelaugten bei deren Rückkehr auf dem Marktplatz. Schon zuvor hatte sich dort eifrige Helfer um die Organisatoren von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) geschart. Unter der Leitung von Anita Schad schnippelten Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und Gemeinderätin Heidemarie Leins gesundes Gemüse in Fingerfood-Größe, schmierten aber auch kräftige Schmalzbrote. An Gelegenheit zum Ausgleich der hinausgestrampelten Kalorien mangelte es also nicht. Darüber führte so mancher ganz genau Buch. Genau 6500 Kilokalorien habe er in elfeinhalb Stunden auf den 340 Kilometern gelassen, bilanzierte der Neureuter Daniel Durand, der die Strecke zusammen mit Iris Hansjosten bewältigt hatte. Die schlaue Smart-Watch am Handgelenk informierte die beide über einfach alles. Nur dass die letzten 20, 30 Kilometer die anstrengendsten waren, davon hatte die Smart-Watch keine Ahnung. Trotz aller auch deutlich in den Gesichtern abzulesender Anstrengung waren die beiden glücklich, mitgefahren zu sein. Zunächst einmal weil sie selbstverständlich das von den Pacemakers ausgegebene Ziel unterstützen wollten. Dann aber auch, „weil ich vorher noch nie die Gelegenheit hatte, bei so einer Tour unter Polizeischutz sogar ungestraft über rote Ampeln fahren zu können“, grinste Daniel Durand.   Für die Härtesten der Harten war damit aber noch nicht Schluss. Sie machten sich in der Nacht nach einer schnellen Erfrischung auf eine weitere 220 Kilometer lange Schleife bis nach Tübingen und zurück nach Bretten. Solche Anstrengungen wusste Martin Wolff gebührend zu würdigen. Der OB erinnerte zunächst noch einmal daran, dass die Stadt unter Paul Metzger 2005 den „Mayors for Peace“ beigetreten sei. Er unterstütze wie die Radfahrer die Forderungen nach Abbau der Atomwaffen vom Gebiet der Bundesrepublik. Lange bevor die Radfahrer auf dem Marktplatz eintrafen wurden die Wartenden von der „Robert Amend Band featuring Lalena Katz“ mit Klassikern des Jazz unterhalten.

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