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Windkraftanlage erst ab 2023

EnBW nennt voraussichtlichen Realisierungszeitpunkt für Standort auf dem Heuberg

An der Energiewende wird in Deutschland an vielen Baustellen gewerkelt. Eine der entscheidendsten für ihr Gelingen ist die Windkraft. Auch in der Region gibt es etliche Planungen dazu. Schon 2000 wollte das in Hofgeismar ansässige Windkraft-Kontor einen „Windpark Sallenbusch“ errichten, auf den Hügeln über den gleichnamigen Weingartener Bauernhöfen in Richtung Jöhlingen platziert.

Es scheiterte am Widerstand der CDU im Walzbachtaler Gemeinderat. 2015 dann verabschiedete der Gemeinderat einen Teilflächennutzungsplan Windkraft für einen Bereich in der Nähe des „Hasensprungs“. Dafür fand sich bis jetzt kein Investor.

Erfolgversprechender erweist sich ein Projekt auf der Gemarkung der Gemeinde Weingarten. Die vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein ursprünglich auf dem Kirchberg projektierte Anlage wurde nach Bedenken des Weingartener Gemeinderats weit in Richtung Jöhlingen verschoben. Der jetzige Standort ist der Heuberg. Die detaillierten Standorte sind unter diesem Link zu finden: http://www.nachbarschaftsverband-karlsruhe.de/b3/windkraft/visualisierungen/HF_sections/content/ZZl83SKLPfkFpY/ZZn5kAZeYxuwvb/G31-32n-Weingarten_reduziert-Febr2017Groessenaenderung_.pdf

Die EnBw stellte das Projekt dem Weingartener Gemeinderat vor. Nach Angaben der EnBw reicht das Windpotenzial mit 215 Watt pro Quadratmeter für den Betrieb der Anlage aus. Sie soll fünf Rotoren umfassen, von denen jeder im Durchmesser 162 Meter groß sein und eine Höhe von 247 Metern erreichen wird. Die EnBW hofft, jährlich rund 70.000 Megawattstunden produzieren zu können. Für die Weingartener Bürger soll es Beteiligungsmöglichkeiten an dem Projekt geben.

Noch näher an Jöhlingen als an Weingarten liegend, erweckt das Vorhaben auch in Walzbachtal Interesse. Ein Signal an die Gemeinde Weingarten wollte CDU-Fraktionsvorsitzende Jutta Belstler während der letzten Sitzung des Walzbachtaler Gemeinderats geben. Für das Projekt auf dem zwischen Weingarten und Jöhlingen gelegenen Heuberg würde sie sich eine gemeinsame Diskussion der beiden Gemeinderäte wünschen. Es sei eindeutig, dass auch die Walzbachtaler Bürger an dem Projekt auf dem zwischen Weingarten und Jöhlingen gelegenen Heuberg großes Interesse hätten, sagte Belstler. Wenn der Weingartener Ausschuss für Umwelt und Technik demnächst über das Thema diskutieren werde, würde sie sich über eine Einladung zumindest einer Delegation aus dem Walzbachtaler Gemeinderat freuen. Überdies wünsche sie sich, dass die EnBW genau so wie in Weingarten das Projekt im Walzbachtaler Gemeinderat vorstelle.

Die Gemeinde Walzbachtal habe sich wegen des Projekts noch nicht an die EnBW gewendet, reagiert der Pressesprecher Regionale Kommunikation Ralph Eckhardt auf Nachfrage dieser Zeitung. Insbesondere liege aus Walzbachtal keine Anfrage vor, das Projekt dem Gemeinderat vorzustellen. „Wenn es gewünscht wird“!, so sagt Eckhardt, „stellen wir das Projekt selbstverständlich in Walzbachtal vor.“

Der Abstand der Windkraft-Konzentrationszone auf dem Heuberg zu Jöhlingen betrage mindestens 1.000 Meter. Die Windräder würden also mindestens 1.000 Meter von jeder Bebauung entfernt errichtet werden. Für Mitte des Jahres ist eine Windmessung angedacht. In 2021 können die Naturschutzfachlichen Kartierungen durchgeführt werden. Mit einer Realisierung des Projekts, also mit der Inbetriebnahme der Anlagen, sei  – Stand heute – voraussichtlich erst ab 2023 zu rechnen, informiert Ralph Eckhardt.

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