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Werkrealschule weg

.Die alte Schule JöhlingenGegenüber Gymnasium, Realschule und Gemeinschaftsschule schwindet die Attraktivität der Werkrealschule immer mehr. Im Landkreis wollen diese Schulform nur mehr 6,5 Prozent aller Schüler besuchen. Der Trend hat vor Walzbachtal nicht halt gemacht. Fünf Schüler pro Jahrgang bedeutet dies für die Walzbachschule, rechnet deren Rektor Axel Orschessek vor. Für die Einrichtung einer Eingangsklasse zur Werkrealschule wären jedoch mindestens 16 Schüler notwendig. Seit zwei Jahren werden diese Zahlen nicht mehr erreicht. Das Regierungspräsidium hat daraus die Konsequenz gezogen. Im Juni teilte Regierungsdirektor Markus Thomas dem Bürgermeister schriftlich mit: „Die Werkrealschule der Walzbachschule wird mit Ablauf des Schuljahrs 2015/2016 aufgehoben. Die noch bestehenden Werkrealschulklassen werden auslaufend weitergeführt“. Die Schule erreiche nicht mehr die notwendige Mindestschülerzahl. Die fünfte Klasse der Werkrealschule der Walzbachschule habe nach den Schülerzahlmeldungen der Schulleitung zum jeweiligen Stichtag sowohl im Schuljahr 2014/2015 als auch im Schuljahr 2015/2016 keine Schüler aufgewiesen. Das Schulgesetz räume keinen Ermessenspielraum ein. Die Schulverwaltung sei verpflichtet, die Werkrealschule auslaufend aufzuheben, wurde Karl-Heinz Burgey informiert. Er rät dem Gemeinderat davon ab, gegen den Bescheid Klage vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe zu erheben. Sie sei aussichtslos. Ähnlich beurteilt dies Rektor Axel Orschessek. Er habe keine Hoffnung, dass sich bei den Anmeldezahlen für die Werkrealschule auch nur im Ansatz etwas in die Richtung bewegen könne, die eine Fortführung ermöglichen würde. Nicht sicher sei indessen, ob die durch die Aufhebung der Werkrealschule frei werdenden sechs Klassenzimmer tatsächlich nicht mehr benötigt werden und der Gemeinde für andere Benutzungszwecke zur Verfügung stehen könnten. Bei den Anmeldungen zur Grundschule zeichne sich ein stark steigender Trend ab. Es sei nicht auszuschließen, dass für die Erstklässler drei Klassen ein-gerichtet werden müssen. Ein ähnlicher Trend ist bei den Anmeldezahlen für die Kindergärten zu verzeichnen. Die erst Anfang 2015 eröffnete Kindertagesstätte „Regenbogen“ kann nicht mehr alle Kinder aufnehmen. Für eine Notgruppe müsste dann Raum im alten Schulgebäude in Anspruch genommen werden

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