Header

Nur noch der Nordmann

Wenn es um ihren Weihnachtsbaum geht, dann wollen die Brettener Qualität.
Niemand weiß das besser als Arne Meyll. Nicht weniger als 700 Weihnachtsbäume verkauft der Niederlassungsleiter des ZG-Raiffeisenmarktes in der Wilhelmstraße jedes Jahr. Im Angebot: ausschließlich die Nordmannstannen. Die Standardware hat ausgedient. Die Blaufichte gibt es zumindest bei der ZG nicht mehr. Im Brettener Kaufland auf der Diedelsheimer Höhe hingegen wird an der Blaufichte festgehalten: „Die wird ganz einfach falsch eingeschätzt“, meint eine der beiden Freiburger Verkäuferinnen, die mit einer Kollegin neben dem Getränkemarkt in einem Wohnmobil für mehrere Wochen ihr Lager aufgeschlagen hat. Wer die Blaufichte richtig behandle, der habe mit ihr bei erheblich geringerem Preis genau so viel Freude wie mit der Nordmannstanne.

Bei der ZG hingegen ist die Tendenz eindeutig anders, hin zum hochpreisigen, zum Premium-Baum. Bei der Extra-Ware, wie Arne Meyll sie nennt, habe der Baum mehr Zeit zu wachsen, habe eine viel dichtere Benadelung und verliere seine Nadeln auch nicht so schnell wie die Blaufichte. Die Qualität hat selbstverständlich ihren Preis. Ein Premium-Exemplar kostet 39,99 Euro. Wer sich mit weniger dichtem Bewuchs zufrieden gibt, muss immer noch 30 Euro auf den Tisch legen. Zwischen 1,60 und 2,00 Metern ist so eine Nordmannstanne hoch. Worauf der Niederlassungsleiter besonderen Wert legt: „Alle kommen aus der Region.“

Den Wald vor lauter Bäumen

Den Wald vor lauter Bäumen



Es habe mit dem Weihnachtsbaumverkauf bei der ZG ganz klein angefangen mit vielleicht 50 Bäumen. Seither habe es eine stete Aufwärtsentwicklung gegeben. ZG profitiert dabei von der Schließung von Filialen im Brettener Osten. Kunden aus Maulbronn, Bauschlott oder Knittlingen gehörten zu den Käufern. Daher kommt wohl die im Laufe der Jahre stark wachsende Nachfrage. Und noch eine exotische Erklärung hat der zweifache junge Vater parat: Er habe beobachtet, dass in den letzten Jahre verstärkt selbst junge Pärchen ohne Kinder sich den Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer stellen. Im Durchschnitt jedoch sei die Käufergruppe Zielgruppe so um die 40 Jahre alt.

Ob jung oder alt – lang haben die Pärchen nicht mehr Gelegenheit zuzuschlagen. Und das nicht nur wegen des gefährlich näher kommenden 24.12. „Die Bäume waren in den vergangenen Jahren alle weg“, mahnt Arne Meyll, es nicht auf die letzte Minute an Heiligabend um 13 Uhr ankommen zu lassen.

Gut verpackt geht der Nordmann auf die Reise

Gut verpackt geht der Nordmann auf die Reise

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links