Header

Wasser ist zum Waschen da

„Wasser ist zum Waschen da, falleri und fallera“, so lautete ein Schlager der Fünfziger. Man kann es in der Tat auch zum Zähneputzen benutzen. Dieses und noch viel mehr lernten die Kinder des Walzbachtaler Ferienspaßes zumindest zu Beginn des Termins direkt von Bürgermeister Karl-Heinz Burgey. Der Bürgermeister hatte einen Gutteil seines Morgens geopfert und hatte sich an die Spitze eines siebenköpfigen Trupps gesetzt, der alles um das Thema Wasser und Abwasser in Walzbachtal kennenlernen sollte. Zunächst ging es per Rad zum Wasserhochbehälter auf dem Bollenberg. Dort wartete Wassermeister Rüdiger Fritscher. Er hatte weit das Tor geöffnet zur Aktivkohlefilteranlage. Die komplizierte technische Apparatur bedurfte natürlich der ausführlichen Erläuterung. Über insgesamt 50 Kilometer lange Hauptleitungen gelange das Wasser von den Hochbehältern in Wössingen und Jöhlingen zum Wasserhahn, beantwortete er Karl-Heinz Burgeys Frage: „Wie kommt das Wasser von hier ins Haus?“ Und vor allem, so setzte einer der kleinen, neugierigen Teilnehmer nach, „Warum kommt das Wasser so schnell aus dem Hahn?“ Wasserdruck natürlich, klärte Rüder Fritscher auf und ergänzte: „Mit Pumpen könnte man so was nie zustande bringen“. Dafür eben kommt das Wasser in die Hochbehälter, um diesen Druck aufzubauen. Überraschend hingegen seine Information, dass Jöhlingen schon sehr viel früher als Wössingen mit einer Wasserleitung gesegnet worden sei. Während er die ersten Anfänge dazu in Jöhlingen auf die 1880er Jahre datiert, mussten die Wössinger bis 1926 darauf warten. Karl-Heinz Burgey war es wichtig, auf den günstigen Wasserpreis hinzuweisen. Zum Vergleich bediente er sich eines Jungen, der gerade einen tüchtigen Schluck aus seiner mitgebrachten Ein-Liter-Pulle nahm. So zehn Cent würde dieser Liter kosten, schätzte der Durstige. „Wenn du diesen Preis zugrunde legst, dann würde ein Kubikmeter Wasser in Walzbachtal hundert Euro kosten“, rechnete der Bürgermeister vor. Der aber kostet in Walzbachtal gerade mal schlappe zwei Euro fünfzig. Die erwartete Verwunderung über das Rechenexempel hielt sich indessen in engen Grenzen. Vom sauberen ging es zum verunreinigten Wasser. Per Rad fuhr die Truppe unter der Leitung Julia Walther und Annika Müller nach Weingarten zum Klärwerk. Dort wurde der Klärwerkmeister mit Fragen bombardiert. Zum Abschluss ging es nach der anstrengende Rückfahrt ins Eiscafe. Schon zwei Tage vorher hatte sich Karl-Heinz Burgey bei „einem Tag mit dem Bürgermeister“ Fragen einer anderen Ferienspaßgruppe gestellt.

Tags:, , ,

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links