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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Dass der Bürgermeister nicht das erste Wort während der Gemeinderatssitzung hat, das hat es in Walzbachtal noch nie gegeben. Als Karl-Heinz Burgey routinemäßig zum Verlesen der Tagesordnung ansetzen wollte, wurde er von Jutta Belstler unterbrochen. Am Vorabend des Nikolaustages habe sie eine kleine Überraschung für Anja Leyerle parat. Sprachs, packte einen Blumenstrauß aus und marsachierte nach vorne zum Verwaltungstisch. Der Überraschten gelte der Dank des gesamten Gemeinderats für eine fulminante Vorstellung der Doppik, der doppelten Buchführung, mit der künftig die Walzbachtaler Gelder verwaltet werden. Karl-Heinz Burgey freute sich, dass der Gemeinderat so angetan war von der Arbeit seiner rechten Hand.

Eine schwere Schlappe erlitt die grüne Fraktionsvorsitzende. Andrea Zipf gefiel der gemeinsame Namensvorschlag von CDU und SPD für die neue Straße nicht, die das Wössinger Gewerbegebiet „Hafnersgrund“ erschließen soll. Von ihrer zuerst alternativ ins Feld geworfenen Industriestraße nahm sie schnell Abstand , als sie der Bürgermeister darauf hinwies, es handle sich nicht um ein Industrie-, sondern ein Gewerbegebiet. Dem schnell gefundenen Ausweg: „dann nehme ich einfach Gewerbestraße“ mochten nicht einmal ihre Fraktionskollegen Michael Futterer und Ernst Reichert folgen. Sie stimmten mit SPD und CDU („Im Hafnersgrund“) sicherlich nicht nur deshalb, weil Karl-Heinz Burgey auf den etwas anrüchigen Touch des Namens hinwies.

Kurz fiel die Namensabstimmung zwischen Michael Paul und Karin Herlan aus. „Dem ist nichts hinzuzufügen“, signalisierte Karin Herlan dem Paulschen Vorschlag (“Im Hafnersgrund“) kurz und bündig Zustimmung. „Bemerkenswert bei ihnen!“ staunte da der Bürgermeister.

Außergewöhnliche Sprach-Probleme hatte Karl-Heinz Burgey zuvor selbst bei der Begrüßung von Planer Lars Petri zunächst als Vertreter des falschen Büros und dann gar noch als „Herr Pröll“.

Den Mund wässrig machte der Bürgermeister der verhältnismäßig stattlichen Zahl von Zuhörern für die nächste Sitzung. Er versprach in 14 Tagen „einige spannende Tagesordnungspunkte“ mit denen der Gemeinderat seine 2016er Sitzungsperiode beenden werde.

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