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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Kein Platz mehr frei / Fixpunkt „Halle-Karl“ / Minispielfeld erobert
An einem Riesenspaß gingen Gemeinderäte und einige wenige Zuschauer bei der letzten Sitzung knapp vorbei. Zu der Beratung der neuen Friedhofsgebühren wollte Karl-Heinz Burgey auch Standesamtsmitarbeiterin Regina Wenka nach vorne bitten. Die weigerte sich und konterte die folgende Verwunderung des Bürgermeisters mit einem: „Nur wenn ich ihnen auf den Schoß sitzen darf! Da vorne“ sei nämlich kein Platz mehr frei. „Ach, das könnten wir doch mal ausprobieren“, gab ein sichtlich aufgeräumter Karl-Heinz Burgey zurück und löste damit ein lebhaftes Geplänkel aus, in das sich schließlich auch die hoch erfreuten Gemeinderäte einmischten. „Können wir darüber abstimmen?“, witzelte Michael Paul dazwischen. So weit kam es dann doch nicht aber immerhin zu der Aussicht, dass mit diesem „Abend der verpassten Chancen“ nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit gesprochen sei, denn „das Thema kriegen wir wieder auf die Tagesordnung,“ zeigte sich der Bürgermeister hoffnungsfroh.

JöhlingenDer „Halle-Karl“, längst gestorben, ist in Jöhlingen immer noch lebendig. Zumindest wenn er den Jöhlinger Ureinwohnern als Fixpunkt der Orientierung dient. Diese Erfahrung musste Silke Meyer machen. Die SPD-Fraktionsvorsitzende wollte auf die „Uneinsehbarkeit“ des Verkehrsspiegels an der (von ihr zunächst falsch beschriebenen) Kreuzung von Jöhlinger und Grombacher Straße aufmerksam machen. Allgemeines Rätselraten, Stirnrunzeln beim Bürgermeister. Bis Volker Trumpf mit einem Zwischenruf hilfreich beiseite sprang: „Beim Halle-Karl isch des“! Da heiterte sich das Burgeysche Gesicht erkennend auf: „ Ach so, beim Halle-Karl! Wieso sage se des net glei? Sie missa deitsch mit mir schwätze“, forderte er von der Hereingeschmeckten. Für sie nebenbei die Aufklärung: Der „Halle-Karl“ residierte in dem Autohaus und ehedem Werkstatt an der Kreuzung von Jöhlinger und Grombacherstraße.

Und noch einmal Silke Meyer. Als sie Allevo-Experte Ralph Härtel in ABC-Schützenmanier über Gewinn und Verlust bei den Friedhofsgebühren aufklären wollte („Wenn sie 60% Abdeckung haben, dann ziehen sie das von 100% ab, dann haben sie 40% Verlust“), da war die SPD-Fraktionsvorsitzende doch ein bisschen angesäuert.

Jetzt geht es alles ganz schnell. Nachdem der Gemeinderat die Parkplatzfrage für das „Haus der Gesundheit neben dem Jöhlinger „ Lamm“ diskutiert hat, ist das Planungsrecht nahezu abgeschlossen. Bei einer Enthaltung von Volker Trumpf (CDU) stimmte der Gemeinderat der im beschleunigten Verfahren durchgeführten vierten Änderung des Bebauungsplanes „Jöhlinger Straße / Schubertstraße“ in der Fassung vom 08. November zu. Alle Bedenken und Anregungen seien eingearbeitet, betonte der Bürgermeister.

Ebenfalls mit seiner Enthaltung allein blieb Karl-Heinz Burgey bei der Abstimmung über einen Zusatzantrag von Martin Sulzer zur Gebührenkalkulation für die drei Friedhöfe in Jöhlingen und Wössingen. Den Vorgang kommentierte der Bürgermeister mit einem dezenten Räusperer.

Verschoben werden musste die Einweihung des Minispielfeldes beim FV04 Wössingen. Sie war für den vergangen Freitag schon avisiert, fiel dann aber dem schlechten Wetter zum Opfer. Die Abnahme sei am 16. November erfolgt, informierte der Bürgermeister. Jetzt kommen noch Sitzbänke und Podeste und die Jugendhütte dazu Das offizielle Eröffnungsfest sei aufgeschoben aber keineswegs aufgehoben. Die Freigabe sei voraussichtlich für den 6. Dezember vorgesehen. Die Jugendlichen selbst haben das Feld aber schon in Besitz genommen: „Da tummeln sich schon welche“, laut Aussage von Karl-Heinz Burgey.

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