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Walzbachtaler Gemeinderatssplitter

Moschendrohtzaun“ für Wössingen? / Rathaus wird später fertig / Kein Brunnen Die Geschichte ist gut für einen zweiten „Moschendrohtzaun“. Der Zaun, der am östlichen Rand des neuen Wössinger Rathauses gebaut werden muss, hat die ähnliche Qualität wie Stefan Raabs legendäre, musikalische Hommage an ostdeutsches Drahtgeflecht. Die Nachbarfamilie beharrt nämlich partout darauf, der ehemalige Zustand vor dem Bau des neuen Rathauses müsse nach dessen Fertigstellung wieder hergestellt werden. Der Zaun muss wieder her. Dies obwohl direkt davor ein Geländer errichtet wird. So wird es dort zu einem seltsamen Bild kommen, nämlich zu einem Geländer und ziemlich direkt dahinter einem Zaun. Da schüttelte nicht nur Architekt Afshin Arabzadeh („Das sieht schon sehr komisch aus“) verständnislos den Kopf. Man müsse die kuriose Szenerie später am besten mit einen Schild erklären, frotzelte der Architekt. „Völlig emotionslos“ sah es hingegen Landschaftsplaner Frank Kiessling, der die Planungen im Außenbereich des Rathauses vorstellte. Zum Streit um den Maschendrahtzaun wird es also in diesem Fall nicht kommen. Der Nachbar soll seinen Zaun bekommen, die Gemeinde ihren Frieden, war man sich einig. ♦ Zuerst hatte der Bürgermeister die Tagesordnung für Ragnar Watteroth umgeworfen. Der Kämmerer des Landkreises war zur Beginn der Sitzung noch nicht eingelaufen, so dass Karl-Heinz Burgey („Er tut sich wohl schwer auf die Dörfer zu kommen“) den Tagesordnungspunkt neues Rathaus vorziehen wollte. Dann aber wieder Kommando zurück. Watteroth lief während der Fragestunde ein, noch ehe Architekt Afshin Arabzadeh sich über einen früheren Feierabend und schnellere Heimreise nach Nürtingen freuen konnte. ♦ Der Architekt hatte später wenig erfreuliche Kunde für den Gemeinderat. Das Rathaus wird etwas später fertig. Grund: ein fataler Fehler während der Bauarbeiten. Im Winter hatte unsachgemäße Behandlung der Bitumen-Deckschicht für Undichtigkeit gesorgt. Der Beseitigung der Schäden muss nun Tribut gezollt werden. Die planmäßige Fertigstellung des Baus muss vom 12. Februar 2017 auf den 8. Mai verschoben werden, die Übergabe vom 6. März auf den 2. Juni und die Gesamtfertigstellung vom 17. Juli auf den 5. September 2017. Doch selbst diese Termine sind noch mit einem gewaltigen Fragezeichen versehen. Eine der Lieblingsideen von Karl-Heinz Burgey ist damit schwer gefährdet. Er will dem Platz vor dem neuen Rathaus mit der Eröffnung des 2017er Wössinger Straßenfestes einen gebührenden Start geben. ♦ So richtig begeistern konnten sich die Gemeinderäte für einen Vorschlag von Monika Tittlbach nicht. In der Fragestunde des Gemeinderats hatte sie sich einen Brunnen für den Platz vor dem neuen Rathaus gewünscht. Motiv: Die Schilder der alten Wössinger und Jöhlinger Gaststätten. Die Gemeinderäte mochten sich noch nicht einmal einen Brunnenschacht vorstellen, der Option auf eine spätere Realisierung gewesen wäre. Im knappen 7:9-Battle enthielt sich Karl-Heinz Burgey mit einem schelmischen Grinsen. Ihm sei schon im Vorfeld vorgeworfen worden, er wolle sich mit dem neuen Rathaus ein Denkmal setzen. Das wolle er nicht weiter befeuern. Auf Denkmäler könne er gut verzichten. ♦ Martin Sulzer machte darauf aufmerksam, dass der auf dem Rathausplatz vorgesehene Standort für Mai- und Weihnachtsbaum mit Strom versorgt werden müsse, „damit er brennen kann“. Kaum ausgesprochen bemerkte der Feuerwehrmann seinen Fauxpas und korrigierte unter dem Gelächter seiner Kollegen: „Dass er leuchten kann selbstverständlich“! ♦ Auf eine Luftnummer werde er sich beim Aufbau einer schnellen Internetverbindung im Wössinger Gewerbegebiet „Bitschengässle“ nicht einlassen. Nach eher zögerlichem Anlaufen gebe es zwar mittlerweile eine ausreichende Zahl von Interessenten, informierte der Bürgermeister, „aber schriftlich habe ich nichts“.  

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