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Walzbachtal hilft

Gemeinde und Kirche stellen Organisation zur Verfügung

Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland spitzt sich zu. In vielen Städten und Gemeinden trägt man der Sorge Rechnung, dass die Risikogruppen wegen Quarantäne oder fehlender Mobilität Probleme mit der Versorgung haben könnten. Überall schießen Gruppen wie Pilze aus dem Boden mit dem Titel „XY hält zusammen“. Das XY darf mit dem Namen der jeweiligen Gemeinde ersetzt werden. Bürger schließen sich dort zusammen und an, die den betroffenen Personen helfen wollen.

In Walzbachtal hat es ein wenig gedauert und es musste ein wenig “geschuggt“ werden, ehe man in die Gänge kam. Die Anregung, dass die schon lange Jahre arbeitende Nachbarschaftshilfe die Rolle übernehmen könnte, lief ins Leere. Helene Heimberger-Schäfer, Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe, und Theresia Engel-Wilhelmy, Pflegedienstleiterin der Sozialstation Walzbachtal, bedauerten, dass die aktuell 18 ehrenamtlichen Helferinnen mit der Betreuung von 26 älteren Mitbürgern im Alltag ohnehin schon an ihre Grenzen stoßen. Die Helferinnen gehörten überdies vom Alter her selbst zur Corona-Risiko-Gruppe. Die beiden verwiesen auf die Kommunikation per Telefon, Handy oder E-Mail. Damit könne man nicht nur die Kontakte minimieren, sondern Hilfe auch anbieten und suchen.

Die anderen vielfältigen Überlegungen auf facebook und auch in der NadR-Kommentarspalte haben sich jetzt in einer Presseerklärung der Gemeindeverwaltung kristallisiert. Der CVJM und die Evangelische Kirchengemeinde Wössingen bieten darin mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung allen sogenannten Corona-“Risikogruppen”  wie Menschen mit Vorerkrankung, Senioren oder Quarantäne-Betroffenen  an, ihnen helfend zur Seite zu stehen. Die Koordination übernimmt das evangelische Pfarrhaus in Wössingen und die Gemeindeverwaltung. Wer also Hilfe benötigt beim Einkauf oder als freiwilliger Helfer mitanpacken will, der möge sich melden entweder im Büro des evangelischen Pfarrhauses unter der Telefonnummer 07203-8533 (Di, Do, Fr – jeweils von 9:15 bis 13:00 Uhr) oder unter der Telefonnummer 07203-88213 bei der Sozialarbeitern Beate Platz (Montag bis Freitag zwischen 8:30 bis 10 Uhr).

Von Facebook-Kollege Ulf-Gundo Sanders wurde das so kommentiert und mit zwei drei Fragezeichen versehen:

Wir danken allen Ehrenamtlichen, sich für das Wohl ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen.

Bleibt die Frage, wann sind die beiden Rufnummern besetzt; auf den Anrufbeantworter, der aktuell beim evangelischen Gemeindeamt läuft werden sicher wenige sprechen, die Hilfe brauchen und der Maschine nicht ihren Bedarf anvertrauen wollen und auch keine direkte Antwort bekommen können! Bürozeiten laut Internet unter Kontakt Di, Do + Fr. 9.15 h bis 13 Uhr. Frau Platz im Rathaus war eben erreichbar und sie ist werktags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr für diese Anliegen anzurufen. Bleibt die Frage, was ist am Wochenende bzw. ab Freitagnachmittag bis Montagmorgen? Wo kann ich da meinen Hilfebedarf los werden?

Trotzdem natürlich ein guter Schritt in die richtige Richtung ! Wir bleiben dran!

Überdies hat die Wössinger Bäckerei Friebolin einen Brötchendienst eingerichtet. Risikogruppen können von dem Angebot Gebrauch machen, sich Backwaren nach Hause bringen zu lassen. Wie das funktioniert, darüber informiert die Thekenfrauschaft und man kann das sicher auch telefonisch erfragen.

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