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Vorbereitung aufs Weiß

Skimarkt beim Skiclub Kraichgau  
Der Winter naht. Die Vorbereitung darauf läuft bei den Fans der weißen Jahreszeit. Eine gute Gelegenheit war dazu am Samstag beim Skimarkt des Skiclubs Kraichgau. Ein Gutteil der Beruflichen Schulen Bretten hatte sich in einen großen Trödelmarkt verwandelt für eine ganz spezifische Zielgruppe. Wer Ausrüstungsgegenstände für die Schussfahrt suchte, der war hier am rechten Platz.

Sengül Boz-Szerafy (rechts) und Mirjam Nohe Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten

Sengül Boz-Szerafy (rechts) und Mirjam Nohe Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten



Ein Angebot, das Attraktivität bis weit ins Schwäbische hinein genoss. Sengül Boz-Szerafy beispielsweise war von ihrer Eppinger Freundin Mirjam Nohe – selbst Mitglied des Skiclubs – aus Stuttgart nach Bretten beordert worden. Die beiden wollten endlich Nägel mit Köpfen machen. Große Teile ihrer Ausrüstung hatten sie nämlich – obwohl beide schon 25 Jahre auf der Piste sind – jeweils nur vor Ort ausgeliehen. Das wollten sie in Bretten ändern. Sie hatten sich denn auch auf ein Super-Angebot kapriziert. Sengül Boz-Szerafy wollte sich indessen mit dem Preisnachlass von 300 auf 200 Euro für das ausgewählte Paar Ski nicht begnügen.

Ganz Türkin machte sie sich selbstverständlich ans Verhandeln wie auf dem türkischen Basar. Die Vorgaben betrachtete sie höchstens als Anregung, über die man trefflich streiten kann und das tat sie dann auch. Das wurde leicht gemacht. Die Preisauszeichnungen auf Schuhen, Snowboards, Jacken oder Stöcken trugen nicht auch die Telefonnummern der Besitzer. Wer mit dem Preis nicht einverstanden war, der konnte mit dem Besitzer des jeweiligen Angebots telefonisch in Verhandlung treten.
Heidi Keller (rote Jacke) und Paul Spahr  (rechts) werden beraten von Rene Vincon beim Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten

Heidi Keller (rote Jacke) und Paul Spahr (rechts) werden beraten von Rene Vincon beim Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten



Man muss dazu nicht Türkin sein. Genauso machten es auch Heidi Keller und Paul Spahr. Der Kellersche Fuß passt wegen der Operation seines „Ballenzehs“ derzeit nicht mehr in die alten Skischuhe. Neue müssen her. Aber 50 Euro eine Übergangslösung bei zweifelhaftem Zustand des auserwählten Objekts? “Nein“, schüttelte da auch René Vincon, der ihr als Berater zur Seite stand, den Kopf. Doch der Verkäufer zeigte sich ebenso unnachgiebig wie die potentielle Käuferin. Aus dem Geschäft wurde nichts. „Dann soll er eben seine Schuhe anderswo verkaufen“, reagierte sie auf die ausbleibende Verhandlungsbereitschaft.

Gute Geschäfte wurden dennoch reichlich gemacht, wie nicht nur Skimarkt-Organisator René Vincon bestätigte. Die 22 Mitglieder, die sich in den Klassenzimmern um den Verkauf von rund 600 Skis, Schuhen, Snowboards oder Hosen kümmerten, hatten allesamt gut zu tun. Am Ausgang wachte Ralf Gehrer an der Kasse darüber, dass jeder seinen Obulus entrichtete. Die 15 Prozent Umsatzbeteiligung stellen einen nicht zu verachtenden Anteil im Budget des Skiclubs dar. Das bleibt auch weiter so, selbst wenn Ralf Gehrer einräumen muss, dass die Zahl der verkauften Artikel in den letzten Jahren leicht sinkt.
Heidi Keller (rote Jacke) und Paul Spahr  werden beraten von Rene Vincon beim Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten

Heidi Keller (rote Jacke) und Paul Spahr werden beraten von Rene Vincon beim Skimarkt des Skiclub Kraichgau in den Beruflichen Schulen in Bretten

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