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Viel Rauch um Nichts

Hornberger Schießen um die Walzbachtaler Gemeinschaftsunterkünfte
Was war das für eine Aufregung, als zum ersten Mal vermeldet wurde, im Wössinger Bitschengässle würde eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber gebaut. Dasselbe Spiel dann mit dem Jöhlinger Rohrloch. Die Nachbarn probten jeweils den Aufstand. Seither trieb die Gemeindeverwaltung die Planungen der beiden Projekte voran. Für das „Rohrloch“ musste gar ein Bebauungsplan erstellt werden. In der Gemeinderatssitzung am 21. September 2015 war Bürgermeister Karl-Heinz davon ausgegangen, dass die Gemeinschaftsunterkunft im Wössinger „Bitschengässle“ im Sommer 2016 bezogen werden könne, etwa ein halbes Jahr später die im Jöhlinger „Rohrloch“.

Der Sommer 2016 ist vorbei. Auf beiden geplanten Standorten wurde bis jetzt kein einziger Bauarbeiter gesichtet. In den letzten Wochen machte im Rathaus die Runde, man wolle mit dem „Bitschengässle“ den Ball flach halten. Als mit entscheidend scheint sich jetzt zu erweisen, dass es wegen des Erbbaurechts um das Grundstück im „Bitschengässle“ einige Unstimmigkeiten und daraus resultierend zu Verzögerungen gekommen war. Es wird eben nichts so heißt gegessen, wie es gekocht wird.

Die ersten Meldungen, dass aufgrund des nachlassenden Flüchtlingsstroms verschiedene Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis nicht mehr benötigt werden, machten Mitte dieses Jahres die Runde. Der „Masterplan Asyl“ des Landrats bestätigte das. Gestern im Kreistag dann die Sensation. Das Wössinger „Bitschengässle“ und das Jöhlinger „Rohrloch“ sind in einer Liste der Standorte enthalten, die nicht realisiert werden. Die entsprechende Passage der Pressemeldung, die Pressesprecher Martin Zawichowski heute verschickte, lautet so:

Während Bitschengässle und Rohrloch gestoppt sind, wird bei der Anschlussunerbringung am Jöhlinger Bahnhof schon kräftig gebaut.

Während Bitschengässle und Rohrloch gestoppt sind, wird bei der Anschlussunterbringung am Jöhlinger Bahnhof schon kräftig gebaut.



„Der Landkreis hat in den letzten Monaten deutlich weniger Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen bekommen. Anzeichen, dass sich diese Situation in Kürze verändern würde, gibt es nicht. Dem entsprechend können Unterbringungskapazitäten nun weiter zurückgefahren werden. Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung vom 24. November deshalb beschlossen, Planungen für 15 Gemeinschaftsunterkünfte (GU) nicht weiter zu verfolgen, bis Ende des Jahres drei GU mit 89 Plätzen und im kommenden Jahr zwölf GU mit 584 Plätzen aufzulösen. 510 Plätze konnten bereits in den letzten Wochen abgebaut werden. Momentan verfügt der Landkreis über 3.849 Unterkunftsplätze in 51 GU. Sollten die Zugangszahlen weiterhin abnehmen, beschloss der Kreistag in den Jahren 2018 und 2019 sechs bestehende Gemeinschaftsunterkünfte um 548 Plätze zu reduzieren.“

Zusammen mit Martin Zawikowski präzisierte jetzt Kreiskämmerer Ragnar Watteroth auf NadR-Nachfrage diese Meldung. Sowohl das „Bitschengässle“ als auch das „Rohrloch“ werden nicht gebaut. Beide würden „auf standby“ gehen, sagte Watteroth. Man wisse um die Möglichkeiten, die an den beiden Standorten vorhanden sind und könne sie bei Bedarf aktivieren. Jöhlingen

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Kommentare (2)

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      Waidelich Arnd

      |

      kein standby

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