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Überbordend gute Laune

Sulzfelder Feuerwehr feierte ihr Oktoberfest mit 2000 Gästen
Eine der beliebtesten, manchmal auch “spritzig“ ausfallenden Aufgaben während der Oktoberfeste sind die Bieranstiche. Sarina Pfründer, Bürgermeisterin zu Sulzfeld, manövrierte sich in der 27. Auflage des Oktoberfestes ihrer Feuerwehr geschickt darum herum. „Ich will es dieses Mal ganz anders machen,“ kündigte sie den Besuchern des schon vor der offiziellen Eröffnung um 17:30 Uhr brechend vollen Festzeltes an. In die Arena, besser: auf die Bühne holte sie vier ausländische Gäste.
Oktoberfest der Feuerwehr Sulzfeld
Bürgermeister und Feuerwehrkommandanten der Partnergemeinden Avize und Novosolna mussten aus ihren Reihen den Glücklichen mit einem typisch bayrischen Wettbewerb ermitteln. Wer die meisten Maßkrüge auf die Bühne schleppte, der durfte zum finalen Schlag am Faß antreten und das „Ozapft is“ ausbringen. Michel Lambert, Ehrenkommandant der Feuerwehr Avize, machte das Rennen. Den Rang lief den ausländischen Honoratioren bereits zuvor Marianne von Berg ab. Die Bedienung hievte nicht weniger als zehn 2,33 Liter fassende Maßkrüge auf die Bühne.
Da schon hatte die Stimmung das Ende der Fahnenstange erreicht. Niedriger wollte sie den ganzen Samstagabend nicht mehr werden und Eingeweihte gingen davon aus, dass dem auch am Sonntag so war und insbesondere am Montagabend wieder so sein wird. Denn in die Bütt steigt heute Abend erneut die Feuerwehrkapelle, die sich unter der Stabführung von Dirigent Martin Tagscherer hauptverantwortlich zeichnet für die überbordend gute Laune im Festzelt, in dem sich an die 2000 Besucher drängten und die Bierbänke fast den ganzen Abend über auf eine Belastungsprobe stellten.
Viele hatten dort erst gar keinen Platz mehr gefunden. Ein symptomatisches „Überlebenskampf“ stöhnte denn auch ein Besucher im Gedränge direkt hinter dem Eingang hervor, während vorne sich Sänger Florian Pfetscher abwechselnd mit dem Dirigenten als Stimmungskanone erwies. Gar kein Halten gab es dann mehr, als die „Atemlose“ Stephanie Mayer Helenes Fischers gleichnamigen Hit zum Besten gab.
Ein „Unbelievable“, stöhnte angesichts dieser Stimmungswogen Radek Mielczarek hervor. Der stellvertretende Bürgermeister der polnischen Partnergemeinde Novosolna erlebte gerade „the best party of my life!“ und versicherte in schönstem aber eigentlich unzitierbaren Englisch, nächstes Jahr werde er seine Frau auf jeden Fall „nach Sulzfeld schleifen“.
Die Sulzfelder Oktoberfest-Stimmung habe sich bis nach Polen herumgesprochen, bestätigte eine sichtlich stolze Sarina Pfründer. Zwei polnische Gäste der 2015er Auflage hätten die Kunde in Novosolna verbreitet: Die polnische Delegation sei danach in diesem Jahr auf 25 angewachsen. Wenn das kein Gradmesser der Beliebtheit ist.
Kommt es zur Invasion aus Polen? fragte sich da so mancher, der – wie schon in den Vorjahren – nur mühsam zu seiner Eintrittskarte kam. Denn sämtliche Karten waren bereits Wochen vorher ausverkauft. Abendkasse? Nicht mehr notwendig.
Um das Wohl der Sulzfelder und ihrer Gäste kümmerten sich nicht weniger als vierzig Bedienungen und 380 Helfer hinter den Tresen und am Ausschank in unzähligen Schichten mit dem Transport von Schweinebraten, Obatzda, Leberkäs oder Haxn. Um die Sicherheit kümmet sich eine stattliche Security-Mannschaft, auf dass es zu keinen unschönen Szenen kam und bei der guten Stimmung blieb. Und dabei soll esauch heute Abend bleiben, wenn die Feuerwehrkapelle nach mittäglichem Handwerker- und Abendessen ab halbneun wieder in den Ring steigt.
"Atemlos" war Stephanie Mayer beim Lied von Helene Fischer

„Atemlos“ war Stephanie Mayer beim Lied von Helene Fischer

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