TV schwächelt

Vodafon-Verbindungen auch im Losenberg schlecht

Das Leben in einem Seniorenzentrum ist in aller Regel nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das gilt umso mehr in Zeiten der Pandemie. Besuche von Angehörigen und Freunden waren zunächst gar nicht, im Moment immer noch nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Umso mehr sind die Alten auf Unterhaltung in ihren eigenen Zimmern angewiesen. Dafür ist in den meisten Fällen der Fernseher zuständig. Im Wössinger Seniorenzentrum Losenberg sorgt der in vielen Zimmern eher für Verdruss denn für Vergnügen. Der Empfang  funktioniert in etlichen Fällen  nämlich nur schlecht, manchmal überhaupt nicht.

Deshalb ist die Enttäuschung bei den älteren Leuten groß und trifft auf großes Verständnis bei Heimleiter Frank Huck. Er bestätigt: „Immer wieder fallen einzelne Geräte aus und nicht immer das gleiche“. Es sei nicht vorauszusagen und sehr willkürlich, wann diese Ereignisse eintreten. Diese Situation ziehe sich jetzt schon mehrere Wochen dahin und betreffe im Moment so etwa sieben bis zehn Bewohner.

Selbst dem örtlichen Fernsehgeschäft sei es trotz langer Fehlersuche nicht gelungen, das Problem zu beheben. Man habe sich selbstverständlich an den Provider gewandt, sagt der Heimleiter und betont: „Wir haben alles getan und dann versucht den Vorgang zu beschleunigen“. Ein Techniker von Vodafone sei schon im Haus gewesen und habe die Signalstärken ermittelt. Von ihm  habe man die Auskunft erhalten, dass der Vorgang überprüft werde. Der Ball sei jetzt bei Vodafone im Spielfeld. Vodafone selbst hat auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung noch nicht reagiert.

„Wir erwarten eigentlich, dass das Problem in den nächsten paar Tagen gelöst wird“, hofft Huck. Gleichzeitig ist er aber auch skeptisch nach dem Motto: „Dort mahlen die Mühlen ziemlich langsam“. Diese leidvolle Erfahrung haben schließlich schon viele nicht nur Walzbachtaler, sondern auch Vodafone-Kunden der Region seit Ende letzten Jahres gemacht (die BNN berichteten). Besonders im Jöhlinger Baugebiet „Attental“ wurden heftige Klagen über die schlechten Verbindungen geführt.

Für die Losenberg-Bewohner sei allerdings jeder Tag zu lang.  Leidtragender dieses Vorgangs ist auch Wolfgang Hanke. Er wohnt schon seit zwei Jahren im Losenberg, habe aber sowas in der Zeit noch nie erlebt. Immer wieder sei das Bild weggewesen, beklagt er, oder es habe Streifen oder Balken aufgewiesen. „Das ist ein Mist“, wählt der 75-Jährige drastische Worte bei der Beurteilung dieses Zustandes. „Das ist doch die einzige Unterhaltung, die ich habe, besonders wenn ich abends allein auf meinem Zimmer bin.“

Seine Betreuerin Edelgard Goldschmidt hat dafür großes Verständnis zumal auch die übrigen Möglichkeiten der Unterhaltung derzeit im Losenberg eher in kleinerem Maßstab gefahren werden. Die früher vielfältigen Aktivierungen und anderen Angebote des Hauses könnten in Corona Zeiten nicht mehr im gleichen Ausmaß durchgeführt werden wie früher.. Umso bedauerlicher sei die Fernseh-Misere.

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Kommentare (2)

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    Thomas

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    Es ist ein Jammer mit dem Signal seit Vodafone der Netzbetreiber ist. Es kommt immer wieder zu Aussetzern von einigen Sekunden oder zu der sogenannten Blockbildung.
    So betrug die Signalstärke gestern Abend lediglich 54 Prozent.

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    wessinga

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    Ein Einschreiben an die Beschwerdestelle hat nach monatelangen, erfolglosen Anrufen bei der ätzenden Hotline dann etwas bewirkt.
    Jetzt so gut wie keine Ausfälle mehr bei wesentlich besseren Konditionen.
    Ausserordentliche Kündigung wegen nicht erfüllen des Vertrages und Erstattung der Beiträge wegen nicht erbrachter Leistung.
    Diese Sprache wurde scheinbar verstanden.

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