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Traditionals vom Don

Kosaken gastierten in Gondelsheim
In kleiner Besetzung machten die„Maxim Kowalew Don Kosaken“ am zweiten Weihnachtsfeiertag im Rahmen ihrer Europatournee einen Abstecher in die evangelische Kirche Gondelsheim. Mit Dimitrij Belov, Nikolai Bykov, Aliaksandr Latouski, Sergej Malkin, Vladimir Salodki und Grigorij Shulha hatte Dirigent Viacheslav Yeromin nur sechs Sänger mitgebracht. Die allerdings verfügten über eine Stimmgewalt, die einem jeden Kirchenchor überlegen war.

Nicht zuletzt deshalb bedurften sie keiner Effekthascherei. Sparsam in Kleidung, Gestik und Habitus traten die Männer ruhig vor die zu zwei Dritteln besetzte Kirche und verstanden es, bar jeder Effekthascherei und jeden Instruments das Kirchenschiff mit Persönlichkeit und Gesang auszufüllen. Schenkelklopfende Fröhlichkeit war an diesem Nachmittag nicht angesagt. Wer einen heißblütigen Kasatschok erwartet hatte, der ging enttäuscht wieder nach Hause.

Maxim Kowalew Don Kosaken in der evangelischen Kirche Gondelsheim

Abendglocken-Solo von Aliaksandr Latouski



Ein Konzert von Donkosaken lebt natürlich von Traditionals. Nicht anders war es in Gondelsheim. Ob nun das mottogebende „Ich bete an die Macht der Liebe“, das „Ave Maria“, die „Abendglocken“ oder das „Vater unser“ – die Höhepunkte der russischen Volksmusik waren dabei. Schon bei deren Ankündigung ging jeweils ein erwartungsvolles Raunen durchs Publikum, nach einer meisterhaften Interpretation wie eine Klammer zusammengehalten durch lautstarken Applaus.

Der galt in allererster Linie den Solisten. Jeder der Sieben, selbst der Dirigent, trat aus den Reihen nach vorne und glänzte als Bass, Tenor oder Bariton. Dem zweiten Weihnachtsfeiertag angemessen ergänzten die Sieben ihr Programm mit etlichen Weihnachtsliedern, etwa dem „Oh Du Fröhliche“. Zaghaftes Feuer legten die Sieben erst im zweiten Teil bei den russischen Volksliedern. Doch selbst die „Kalinka“, ohne die ein russisches Ensemble wohl nicht von der Bühne kommt, wurde eher ruhig dargeboten. Nach der abschließenden „Stille Nacht“ wurde ihr singender Abgang zum beifallumrauschten Abmarsch aus der Kirche.

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