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Therapie

Jugendhilfe will Wohngruppen in der Zehntscheune unterbringen
Für Aufregung sorgte der Antrag auf Nutzungsänderung der Wössinger Zehntscheune. In der ehemaligen Gaststätte will ein Pforzheimer Unternehmen der Jugendhilfe ein Wohnprojekt für stationäre Wohngruppen unterbringen. In den Wohngruppen sollen Jugendliche beiderlei Geschlechts zwischen zwölf Jahren und achtzehn Jahren therapeutisch betreut werden. Träger der Maßnahme ist die amj Ginal/Ghebregerisch GmbH, Pforzheim. Eine Einrichtung, die schon seit 1997 besteht und mithin über langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt.

Nachdem es einige Verwirrung um den Bauantrag gegeben hatte, informierte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey erneut im Gemeinderat darüber. Junge Leute, die aus der Familie heraus genommen werden, erhielten dort Betreuung Tag und Nacht. Rund um die Uhr seien Fachkräfte vor Ort. Aufgenommen werden sollen junge Menschen im Rahmen der Hilfe zur Erziehung und der Eingliederungsmaßnahmen für seelisch Behinderte. Zielgruppe seien Kinder und Jugendliche, bei denen eine dem Wohl der jungen Menschen entsprechende Erziehung in der Herkunftsfamilie nicht mehr gewährleistet sei. Auch unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge könnten diese Form der Hilfe erhalten. Wer auch immer, es werden maximal acht Jugendliche dort unterkommen, dementierte der Bürgermeister die in den sozialen Netzwerken herumspukende Zahl 15.

Die sozialpädagogische Betreuung von Jugendlichen, die zu ihrem eigenen Schutz auf Veranlassung der Jugendämter aus ihren Familien herausgenommen werden, sei eine gesellschaftliche Verantwortung, so betonte Karl-Heinz Burgey, „der wir uns nicht entgegen stellen werden.“

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