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Theologisches Dinner


Die evangelische Kirche begeht 2017 den 500. Jahrestag der Reformation. Da passte denn auch das Motto, unter das Oliver Hoops, Pfarrer der Jöhlinger Versöhnungskirche, sein theologisches Dinner gestellt hatte und zu dem der Landesbischof eingeladen war: “Semper reformanda? Wo sich Kirche im 21. Jahrhundert reformieren muss“. Es gelte an diesem Abend auch ein bisschen Reformation mit zu feiern, kündigte Hoops schon zu Beginn an und verwies darauf, dass „alle Kirche sich immer wieder einzeln neu ausrichten“ solle. Er selbst habe eine „reformatorische Woche“ hinter sich, gestand der Pfarrer Unterstützung durch seine Familie. Seine Tochter habe seinem zweijährigen Sohn gerade die Worte „Martin Luther“ beigebracht.

theologisches Dinner der Versöhnungskirche mit dem Landesbischof der evangelischen Kirche Baden, Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh

theologisches Dinner der Versöhnungskirche mit dem Landesbischof der evangelischen Kirche Baden, Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh



Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh stellte sich ausführlich dem Motto des Abends. An seiner Seite hatte er einen der Religionsgründer. Mit einem lebensgroßen Konterfei war Philipp Melanchthon unübersehbar vor dem Altar präsent. Immer wieder glitt der Blick des Landesbischofs während seines Vortrags auf das Bild eines der Väter der Reformation.

theologisches Dinner der Versöhnungskirche mit dem Landesbischof der evangelischen Kirche Baden, Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh

theologisches Dinner der Versöhnungskirche mit dem Landesbischof der evangelischen Kirche Baden, Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh



Sein Interesse galt der Frage, wie Kirche nachhaltig und auf die Zukunft ausgerichtet gestaltet werden könne. Dies auch mit Blick auf die Öffentlichkeit. Es dürfe den Protestanten nicht einerlei sein, wie sie in der Öffentlichkeit dastehen. Entscheidend dafür sei unter anderem, „wie wir miteinander und mit unseren Symbolen umgehen“. Dazu zählte er die Gotteshäuser. Wer sie über viele Jahre vernachlässige, der dürfe sich nicht wundern, wenn die Menschen sie selbst dann nicht mehr als Stätte des Trostes wahrnehmen, wenn sie ihrer am meisten bedürfen.

Die Kirche müsse das Signal in die Öffentlichkeit hinaussenden, dass ihre Vertreter als Ansprechpartner immer erreichbar seien. Auf ein positives Beispiel verwies Cornelius-Bundschuh mit dem Wolfsburger Dom, in dem ein Probst über viele Jahre hinweg einen Gottesdienst anbot und als Adressat beispielsweise beim Anschlag auf das World Trade Center große Resonanz gefunden habe.

Die Beziehung zwischen Staat und Kirche, konfessionelle Kindergärten und die Ökumene brachten die rund 60 Besucher als Themen in die abschließende Diskussion ein, in die Wohlgerüche aus der Küche hineinwaberten. Dorthin lockten die guten Geister zum Abschluss zwanzig geladene Gäste mit Rote-Bete-Suppe, Matjes-Tatar, einem Duett vom Rind und Schwein, einer Cardamom-Panna-Cotta und einer Vanillecreme an roter Grütze. Schließlich war nicht nur zur Theologie, sondern auch zum Dinner geladen.

theologisches Dinner der Versöhnungskirche mit dem Landesbischof der evangelischen Kirche Baden, Professor Doktor Jochen Cornelius-Bundschuh

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