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Tests in Wössingen

Gemeinschaftspraxis nimmt Corona-Abstriche vor und hat sich als Fiebersprechstundenpraxis beworben

Seit Montag 16. März 2020 betreibt die Fürst-Stirum-KlinikBruchsal in enger Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg eine SARSCoV2-Abstrichstelle. Getestet werden Patienten, die von ihren Hausärzten nach Prüfung der Notwendigkeit eines Corona-Abstrichs dort angemeldet wurden. Das klappt nicht immer reibungslos.

Kathrine Norrmann, ihr Mann Dr. Reto Schwenke und die angestellte Ärztin Dr. Mirjam Fetter haben in ihrer gemeinsamen Wössinger Hausarztpraxis mehrfach die Erfahrung gemacht, lange, ihrer Einschätzung nach zu lange auf Termine bei der Bruchsaler Abstrichstelle warten zu müssen.

Deshalb haben die beiden die Sache selbst in die Hand genommen. „Wir haben uns bei der Kassenärztlichen Vereinigung als Schwerpunktpraxis gemeldet um für die eigene und andere Praxen Abstriche durchführen zu können. Voraussichtlich sind wir außerdem ab 30. März als offiziell angemeldete Fiebersprechstundenpraxis geführt“, berichtet Kathrine Norrmann über ihre Konsequenz. Trotz des geplanten Urlaubs vom 6. bis 9. April werde die Gemeinschaftspraxis während dieser Tage eine telefonische Erreichbarkeit anbieten von 9 bis 12 Uhr.

Die beiden Ärzte hatten günstigere Voraussetzungen als die meisten ihrer Kollegen. „Wir hatten noch Schutzanzüge aus den Zeiten der Schweinegrippe,“ sagt Kathrine Norrmann. Die könne man auch weiter nutzen, wenn die Abstriche negativ ausfallen. Rund fünfundzwanzig Mal schon hat sie den Corona-Test in ihrer Praxis durchgeführt. Alle waren negativ. Abstriche nimmt sie nur nach vorheriger ärztlicher Indikation vor. „Einfach mal vorbekommen und sich testen lassen, das geht nicht. Wer einfach so vorbeikommt, den schicken wir wieder weg, wer immer es auch sein mag“, gibt sie als Handlungsmaxime streng nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts vor.

Die Tests selbst werden nicht in den Praxisräumen, sondern vor dem Eingang der Praxis vorgenommen und zwar aus ganz banalen, praktischen Gründen. Würde ein Test positiv verlaufen, müsste die gesamte Praxis voll durchdesinfiziert werden. Die Nachbarn kommen dadurch zu geradezu gespenstischen, fast bedrohlichen Anblicken. Die Ärztin und ihre Medizinische Fachangestellte führen den Abstrich gemeinsam in Vollschutzanzügen durch an den Patienten.

Alle Tests, egal ob nun positiv oder negativ getestet wurde, müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Würde ein positiver Fall dabei sein, so hätte das Gesundheitsamt die Möglichkeit, die Infektionskette zu verfolgen, begründet Kathrine Norrmann diese Maßnahme. Der betroffene Patient würde sofort in häusliche Quarantäne geschickt, sofern die Symptome nicht schwerwiegend sind. Das sei bei rund 80 Prozent der Verläufe ohnehin der Fall, hat die Ärztin Trost parat.

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Kommentare (1)

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    Angela Novelli

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    Als Antwort auf: Tests in Wössingen
    Find ich sehr beruhigend so eine Praxis in der Nähe zu haben. Danke an das gesamte Team.

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