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Sulzfelder Luther

Geschenk zum 130. Geburtstag der evangelischen Kirche
130 Jahre alt wird in diesem Jahr die Sulzfelder evangelische Kirche. Solch einem Methusalem wird natürlich ein besonderes Geschenk zuteil. In Sulzfeld war es nicht eines, es waren viele. Genau genommen 108. Sogenannte Lutherblumen, kleine Brettchen, die von den Konfirmanden und ihren Eltern, von Gruppen und Gemeindemitgliedern mit Zitaten aus Luthers Tischreden beschriftet worden waren und jetzt im Grünbereich rund um die Kirche prangen. Schon vor dem Festgottesdienst präsentierten sich diese Geschenke am Entree der Kirche. Nach dem Gottesdienst traten die Konfirmanden vor versammelter Festgemeinde zur Enthüllung an.
Im Mittelpunkt stand jedoch die sogenannte Luther-Installation. Eine übermannsgroße Glasscheibe von 2,50 Metern Höhe mit Luthers Konterfei, die an Luthers Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg erinnerte. In großen Lettern sind darauf alle seiner insgesamt 95 Thesen gegen den Ablasshandel zu sehen. Luther habe durchaus zwei Seiten gehabt, betonte Kirchengemeinderatsmitglied Rolf Krüger in seiner Festrede. Das mache die Rückseite der Statue deutlich, die Luthers 1525er Text zur Ermordung der aufständischen Bauern zitiert.
Der „Luther XXL“, wie ihn Krüger nannte, solle gleichzeitig auch ein vorgezogener Beitrag der Sulzfelder Kirchengemeinde zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation sein, das im nächsten Jahr gefeiert wird. Das Werk habe nur mit der großen Spendenbereitschaft aus der Kirchengemeinde und der beteiligten Firmen finanziert werden können. Die Vereinigten Kunstwerke in Stuttgart steuerten die Idee dazu bei, eine Sulzfelder Möbelmanufaktur spendete die Platten für den Luther-Körper, die großen Glasscheiben eine Rohrbacher Glastechnologiefirma und umgesetzt wurde alles von Hans Beck. Die Arbeiten zur Elektroinstallation (die Statue wird bei Nacht beleuchtet) wurden ebenfalls kostenlos ausgeführt und „die zehn Watt, die mit dem Angehen der Straßenbeleuchtung jede Nacht fällig werden, wird die Gemeinde gut verkraften“, scherzte Krüger mit einem Blick auf Bürgermeisterin Sarina Pfründer.
Hoher Besuch ist bei einem hohen Geburtstag selbstverständlich. Professor Dr. Martin Karres, Leiter des Glockenprüfungsamtes der badischen Landeskirche, prüfte die Sulzfelder Orgel auf Herz und Nieren. Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin hielt die Predigt und Patronatsherr Klaus Freiherr von Göler hatte neben Bürgermeisterin Sarina Pfründer Platz genommen, ehe sie später zur Enthüllung der Statue schritten.
vlnr: Pfarrer Jürgen Fräbnkle, Oberkirchenrat Mathias Kreplin, Patronatsherr Klaus Freiherr von Göler, Rolf Krüger und Gösta Schulte.

vlnr: Pfarrer Jürgen Fräbnkle, Oberkirchenrat Mathias Kreplin, Patronatsherr Klaus Freiherr von Göler, Rolf Krüger und Gösta Schulte.

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