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Steigender Wasserbedarf

Walzbachtal bereitet sich auf wachsende Einwohnerzahl vor
Den Betriebsbericht über die Wasserversorgung in Walzbachtal für das Jahr 2015 hat der Walzbachtaler Gemeinderat zur Kenntnis genommen, vorgelegt von den Stadtwerken Karlsruhe. Deren Leiter Dr. Bernd Hofmann beschrieb eine positive Entwicklung. Sie sei von dem Bemühen gekennzeichnet, eine nachhaltige Wasserversorgung bis zum Jahr 2030 zu gewährleisten. Dafür seien einige Investitionen in den nächsten drei Jahren notwendig, ergänzte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey. Noch 2016 würden die Planungen für eine Wasserleitung von Wössingen nach Jöhlingen fertiggestellt.

Archivfoto: Bei der Einweihung der Aktivkohlefilteranlage im Hochbehälter Berggass Dr. Bernd Hoffmann , Bürgermeister Karl-Heinz Burgey,

Archivfoto: Einweihung der Aktivkohlefilteranlage im Hochbehälter Berggass mit Dr. Bernd Hoffmann , Bürgermeister Karl-Heinz Burgey.



Der Bau sei für 2017 vorgesehen. Danach könne man daran gehen, den Hochbehälter auf dem Kirchberg von Netz zu nehmen und zurückzubauen. Dieser Hochbehälter liefere nämlich im Gegensatz zu dem auf dem Bollenberg nicht ausreichend Druck, informierte Hofmann. Er diene nur noch als Zwischenstation zur Versorgung des Baugebiets Attental. Frühestens nach Abschluss dieser Maßnahme könne man an die große Aufgabe der Wasserenthärtung gehen, meinte Karl-Heinz Burgey.

Insgesamt seien im Jahr 2015 445.000 Kubikmeter Wasser aus den Brunnen in Jöhlingen und Wössingen gefördert worden (Wössingen 198.000, Jöhlingen 247.000 Kubikmeter). Keine Erklärung hatte Hofmann für die unterschiedlichen Wasserverbräuche in den beiden Ortsteilen. In Jöhlingen sind es 118 Liter pro Kopf und Tag, in Wössingen 141 Liter. Die weit von der Prognose des statistischen Landesamtes differierende und nach oben weisende Einwohnerentwicklung ziehe einen steigenden Trinkwasserbedarf nach sich. Doch selbst bei den ungünstigsten Szenarien sei Walzbachtal mit den vorliegenden Wasserrechten und Brunnen bei weiter steigenden Einwohnerzahlen bis in das Jahr 2030 gewappnet. Auf der Grundlage der gegenwärtigen Prognosen verfüge man noch über eine ausreichende Reserven.

Das Augenmerk der Stadtwerke galt im vergangenen Jahr aber nicht nur den technischen Einrichtungen, sondern auch der Wasserqualität. Die Probleme mit dem Nitratgehalt in Brunnen 1 in den Pfalzwiesen sind schon lange bekannt und werden durch die Mischung mit den Pfalzwiesen 2 angegangen. Dadurch bleibe man unter dem Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter. Selbst wenn es gelänge den Nitrateintrag in dem umgebenden Wasserschutzgebiet auf 0 zu fahren, müsse man auf deutliche Reduzierung des Nitratgehalts drei Jahrzehnte warten, meinte Karl-Heinz Burgey.

Eine andere Auffälligkeit haben die Wasserwerke in den Brunnen in den Wössinger Wittumäckern beschäftigt. Im Brunnen 2 habe es bei niedrigen Wasserständen mikrobiologische Eintrübungen gegeben. Deshalb sei der Brunnen im Juli 2015 bis März 2016außer Betrieb genommen worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und intensiver Ursachenforschung sei er Ende April 2016 wieder ans Netz gegangen.

Im Jöhlinger Hochbehälter auf dem Bollenberg sei für solche Fälle bereits eine UV-Anlage eingebaut. Mit einer Aktivkohlefilteranlage werde dort seit 2008 den ebenfalls erhöhten Atrazin- und Desethylatrazinwerten begegnet. Im Notfall könne man einzelne Brunnen abschalten. In verschiedenen Ausfallsszenarien sei die Wasserversorgung in Walzbachtal mit den gegenwärtigen Brunnen immer gewährleistet.

Im Normalbereich siedelte Dr. Hofmann die Zahl der Wasserrohrbrüche an. Insgesamt gebe es eine eher niedrige Schadensrate, abgesehen von einzelnen Bereichen wie etwa in der Wössinger Straße. Dort sollte man sich überlegen, ob man die Rohrstränge austauscht, weil die Wasserrohrbrüche recht kostspielig sind.

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