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Statt Urlaub im Ferienspaß

Walzbachtaler Sozialarbeiter stellten ihre Arbeit vor

Einen umfassenden Bericht zur Lage der Sozialarbeit nahm der Walzbachtaler Gemeinderat zur Kenntnis. Erstattet wurde er von Schulsozialarbeiter Bernhard Lehr, Jugendsozialarbeiterin Julia Leuser und Gemeindesozialarbeiterin Beate Platz. Alle drei wiesen darauf hin, dass ihre Arbeit im letzten halben Jahr durch Corona auf vielfältige Weise beeinträchtigt worden sei. Alle drei mussten darauf mit Ideenreichtum reagieren, so wurde aus ihren Beiträgen deutlich. Schwierige Aufgaben seien durch eine „wunderbare Zusammenarbeit“  (so Bernhard Lehr) gelöst worden.

Den Anfang im Berichts-Reigen machte Bernhard Lehr. Er stellte seinen Vortrag unter das berühmte afrikanische Sprichwort: „Ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ und ging weit zurück in die Anfänge seiner Arbeit in Walzbachtal. Als erfolgreich bezeichnete er die Projekte Schulkiosk, Sprachkaffee und den Mini-Spielplatz im Ortsteil Wössingen. In den letzten Monaten vor Corona habe sich eine erfolgreiche Kooperation mit der Bogensportgruppe der Jöhlinger Naturfreunde entwickelt.

Details untermauerte er mit einer beeindruckenden Statistik. Sie bewies: die Arbeit an der Jöhlinger Grundschule steht für ihn im Vordergrund. Er beschrieb eine Reihe von Projekten, die er für die Zukunft auf den Weg gebracht habe.

Julia Leuser, seit drei Jahren in Walzbachtal und damit Frischling innerhalb dieser Runde, bezeichnete die offene Jugendarbeit, die Jugendbeteiligung und den Ferienspaß als Schwerpunkt ihrer Arbeit. In Jöhlingen sei es gelungen zehn Jugendliche für einen kontinuierlichen Jugendtreff zu gewinnen, wo man sich auch mal über aktuelle Themen wie Donald Trump und die Unbilden von Corona unterhalte.

Mit zwanzig Jugendlichen, von denen sich etliche freiwillig an der Organisation beteiligen, sei der Jugendtreff in Wössingen etwas erfolgreicher. Auf Corona habe sie mit einem virtuellen Jugendtreff reagiert. In der Zeit sei auch ein Sorgentelefon für Eltern und Schüler eingerichtet worden. Schmerzlich vermisst worden seien die Disco, das Sommerfest, das Tischkickerturnier oder das Grillen mit dem Bürgermeister. Alle fielen Corona zum Opfer.

Einen kleinen Neustart wage sie am 9. Oktober mit einem Jugendforum auf dem Rathausplatz. Mit seiner Großflächigkeit gewähre er Unbedenklichkeit bei der Besprechung all der Themen, die die Jugendlichen in Walzbachtal beschäftigen. Projekte wie der Bikepark in Jöhlingen seien auf den Weg gebracht oder auch schon realisiert wie ein Unterstand beim Bolzplatz in Jöhlingen, der schon rege genutzt werde.

Coronabedingt ausfallenden Urlaubsreisen ist es wohl geschuldet, dass der Ferienspaß in diesem Jahr mit 315 Teilnehmern weitaus stärkeren Zulauf hatte als 2019 mit 250 Teilnehmern. Die Gemeinderäte reagierten begeistert auf ihren Vortrag. Eine tolle Arbeit mit vielen guten Ideen, lobte Tino Villano (CDU) und Andrea Zipf (Grüne), schloss sich ihm in diesem Urteil ebenso an wie Werner Schön (FDP) und Uwe Volk (SPD).

Die allgemeine Gemeindesozialarbeit stellte Beate Platz vor. Sie hat es mit vielen Einzelfällen in sehr verschiedenen Bereichen zu tun bis hin zur Verwahrlosung Schuldenproblematik, Obdachlosigkeit oder Probleme bei Trennungen. Bei der Schuldenproblematik könne sie oft auf die Jöhlinger katholische Kirchengemeinde verweisen.  Für die vielen Wohnungsanfragen denke sie derzeit über das Konzept nach, Vermietern Sicherheit für die Zeit des Mietverhältnisses zu geben.

Gefordert sei sie auch bei der Hilfe zur Selbsthilfe in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Das alles untermauerte sie mit einer langen Liste an Einzelfallbeispielen.

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