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Sprache schwer

Ehrenamtliche vermitteln Sprachkompetenz in der Walzbachschule

Wer als Fremder in ein anderes Land geht, tut sich zuerst einmal mit der Sprache schwer. Bei den Geflüchteten, die seit 2015 nach Deutschland kamen, ist das nicht anders. Selbst viele Kinder kämpfen lange mit der neuen Sprache, wiewohl sie sich meist weit schneller als die Eltern darin zurechtfinden. Helfer bei der Sprachvermittlung sind in dieser Situation hochwillkommen. In Walzbachtal hat sich von Anfang die Flüchtlingshilfe um Sprachunterricht gekümmert.

Teil dieser Bemühungen ist eine Hausaufgabenhilfe, die unter der Federführung der beiden Sozialarbeiter an die Jöhlinger Grundschule angedockt hat. Den Lern- und Spieltreff versteht der Schulsozialarbeiter Bernhard Lehr als sozialpädagogische Maßnahme zur Integration von Kindern aus Migrantenfamilien und Familien Geflüchteter. Jeden Donnerstagnachmittag kommen dazu Annette Römer, Christine Edelmann, Zella Marchel, Helmut Dehm, Sabrina Meizinger und Julia Siegele in die Walzbachschule. Mascha Jungbauer betreut ein Kind bei sich zu Hause.

Sie schaffen damit eine sehr individuelle Betreuungssituation. Um zehn Kinder kümmern sich sieben Betreuer. Ziel ist ein 1:1-Verhältnis, also ein Betreuer für ein Kind. Die Betreuung findet in den jeweiligen Klassenzimmern der Erst- Bis Viertklässler statt. Die Ablenkung wird dadurch auf ein Minimum reduziert, denn „mit der Disziplin ist es nicht so weit her. Es fehlt oft an der Konzentration und am Sitzfleisch“, beschreibt Annette Römer alltägliche Schwierigkeiten und zeigt gleichzeitig Verständnis dafür.

Noch effektiver könnte die Hausaufgabenbetreuung ausfallen, gäbe es noch mehr Ehrenamtliche, die sich an dieser Aufgabe beteiligen. „Wir würden das gern zwei oder drei Mal pro Woche machen“, beschreibt Zella Marchel die Wunschvorstellung und hofft zusammen mit Christine Edelmann auf Verstärkung. Wer mittun will, sollte sich bei Bernhard Lehr unter der Telefonnummer 07203 – 914514 oder per mail b.lehr@walzbachtal.de melden. In den Vorbereitungsklassen sitzen noch etliche Kinder, die Unterstützung brauchen und sie nicht erhalten, „weil wir zu wenige Betreuer haben“. Die Hausaufgabenbetreuung findet zwischen 14:30 bis 15:30 Uhr statt. An die Hausaufgabenbetreuung schließt sich ab 15:30 Uhr ein Spieltreff an, der von Sozialarbeiterin Julia Leuser und Julia Siegele geleitet wird.

Die Betreuung geht oft weit über die Hausaufgaben hinaus. „Mir macht es Spaß mit den Kindern zu kochen oder zu basteln“, meint beispielsweise Annette Römer und Helmut Dehm hat schon so manchen gemeinsamen Ausflug organisiert in die Bundesgartenschau, ins Schwimmbad oder zum Mummelsee. Auch dafür seien Helfer willkommen, sagt Helmut Dehm.

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