Header

Sie wollen Edeka zurück

Gemeinderat schränkt Nutzungsmöglichkeiten an der Wössinger Straße ein
Manche empfinden die Einkaufssituation im Walzbachtaler Ortsteil Wössingen nach der Schließung des letzten und einzigen Vollsortimenters Edeka als Notstand. Sehnsüchtig wird der Bau eines großen Einzelhandelsgeschäfts in der Wössinger Straße erwartet. REWE kann damit bald anfangen. Das Landratsamt habe dem Vollsortimenter jetzt die Baugenehmigung erteilt, informierte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit einem Baubeginn sei bald zu rechnen.

REWE soll die Nachfolge von Edeka antreten. Dessen ehemaliges Gebäude dümpelt seit der Schließung vor nahezu einem Jahr direkt neben dem neuen Standort dahin. Gelegentlich werden die immer wieder fleißig abgeräumten Absperrungen zurückgestellt um die Zufahrt zu dem geräumigen, aber leerstehenden Parkplatz, zu sperren, der immer wieder Besucher des benachbarten TV Wössingen anlockt. Umso überraschender jetzt die Meldung, dass sich der Eigentümer um eine Wiederbelebung dieses Standortes bemüht. Konkurrenz will der Gemeinderat an diesem Standort allerdings nicht aufkommen lassen. Mit dem Bebauungsplan „Lebensmittelmarkt an der Wössinger Straße“ soll das verhindert werden. Dazu wurde eigens eine zentren- und nahversorgungsrelevante Liste solcher Artikel erstellt, die an diesem Standort nicht angeboten werden dürfen.

In einer Stellungnahme zum Bebauungsplan dazu bekundet der Grundstückseigentümer hingegen sein Interesse, „das bestehende Gebäude abzureißen und eventuell einen neuen, wettbewerbsfähigen Lebensmittelmarkt zu erstellen. Unter diesem Gesichtspunkt sollte klar sein, dass für unsere geplante Entwicklung ein neuer Bebauungsplan Sondergebiet Einzelhandel notwendig sein wird.“ Die Chancen dafür wurden wohl selbst eher gering eingeschätzt, denn gleichzeitig wird signalisiert, man werde versuchen „das bestehende Gebäude an einen Fachmarkt zu vermieten bzw. einen Neubau für einen Fachmarkt zu erstellen.“ In ihm solle die Möglichkeit des Verkaufs von Haushaltswaren, Glas, Porzellan, Haus-und Heimtextilien, Bekleidung, Spielwaren, kleinteilige Elektrowaren, Schuhe offen stehen.

Diesen Wunsch wies der Gemeinderat ebenso einstimmig zurück wie er alle anderen Anregungen von Gemeinden, Landratsamt und Regierungspräsidium zur Kenntnis nahm. Man könne nicht allen Wünschen folgen, meinte der Bürgermeister. „Wenn der Eigentümer andere Vorstellungen hat, dann soll er kommen und wir sprechen darüber“. Die Gemeinde wolle aber auf jeden Fall „keine Türen aufmachen, die nicht notwendig sind“.

Genau gleich entschied der Gemeinderat für den Standort des Treff3000 in Jöhlingen. Die Grundstücksbesitzer hatten in ihrer Stellungnahme zum dortigen Bebauungsplan ebenfalls den Wunsch geäußert, mehr Offenheit und nach dem Ablauf des Mietvertrags mit Edeka die Möglichkeit zu haben, weitere zentrenrelevante Angebote unterbringen zu dürfen. Auch hier lehnte der Gemeinderat einstimmig eine Freigabe der Sortimentsbeschränkung ab. •

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links