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Senioren residieren

Blick hinter die Kulissen altengerechten Wohnens

Zu einem wahren Volksfest entwickelte sich am Samstag der „Tag der offenen Tür“ im Neubau der Seniorenresidenz am Saalbach. Am 1. August geht sie offiziell mit dem Einzug der ersten Bewohner in Betrieb, wie Daniel Groß, Regionalgeschäftsführer des Trägers Arbeitersamariterbund (ASB), informierte.

Drei Tage vorher wollte der ASB den Brettenern die Gelegenheit geben, sich vor Ort selbst einen Eindruck von der Einrichtung zu verschaffen.

Die Eindrücke waren durchweg positiv. An der Achse zweier viel befahrener Straßen gelegen, befürchteten viele eine sehr unruhige Heimstatt für die Senioren. Das Gegenteil ist der Fall, waren sich die Besucher einig. „Das ist gut gelöst. Im Innenhof spürt man vom Verkehr nichts“, zeigte sich Rutger Fögele beispielsweise überrascht über die Ruhe in dem Neubau. Die Neugier habe ihn hierher getrieben, denn als Brettener wolle er über das Thema mitsprechen, für das sich scheinbar alle interessieren. Negativ hingegen empfand er wie viele andere die Einschränkung, dass selbst Ehepaare kein Doppelzimmer erhalten, maximal in Einzelzimmern direkt nebeneinander wohnen können.

Blick auf den ruhigen Innenhof

Das allerdings ist keineswegs ein Planungsfehler des ASB wie Daniel Groß betonte. Das Karlsruher Architekturbüro „Architrav“ habe die Bestimmungen der Landesheimbauverordnung umsetzen müssen. Ungeachtet dessen sei die „Seniorenresidenz am Saalbach“ ein Erfolgsmodell. Mitte Juni seien schon 90 Prozent der Wohnungen vermarktet gewesen, berichtete Pressesprecher Christian Quiring. Nachdem am 1. August die ersten vier Bewohner einziehen werden, rechne er damit, dass das Haus in etwa einem dreiviertel Jahr vollständig belegt sein werde.

Der Erfolg zeigte sich auch in den Besucherzahlen am Samstag. Total begeistert sei er, wie viele Leute gekommen sind, so sagte Daniel Groß und freute sich über das große Echo. Dass bereits um 11 Uhr  die bereit gelegten 1000 Informationsflyer vergriffen gewesen seien, deutete er als weiteres Indiz für das Interesse der Brettener. Die mit 10 bis 15 Besuchern angesetzten Führungen durchs Haus platzten aus allen Nähten und waren durchweg mit 40 bis 50 Teilnehmern besetzt.

Natascha Siegler hatte dabei Mühe, alle auftauchenden Fragen zu beantworten. Bei den gegenwärtigen Temperaturen war natürlich die Frage nach Klimaanlagen unvermeidlich und „Nein“ das gebe es in den Zimmer nicht war die Antwort der Pflegedienstleiterin. Fernsehen gebe es über das Internet, 2700 Euro betrage der Eigenanteil der Wohnungen. Über die medizinische Versorgung müssen sich die künftigen Bewohner ebenfalls keine Sorgen machen. Ariane Maas, deren Apotheke nur einen Steinwurf entfernt liegt und an dem Tag selbst vor Ort war, versprach prompte Erledigung.

Apothekerin Ariane Maas im Gespräch mit der Pflegedienstleiterin Natascha Siegler.

Auch bei der Besetzung des Personals, von vielen Seniorenzentren geradezu verzweifelt gesucht, habe es keinerlei Probleme gegeben, so versicherte Patrick Scholder, Leitung Soziale Dienste der ASB Region Karlsruhe. Erstaunlich viele seien allein durch das Vorbeifahren aufmerksam geworden und hätten sich für eine Bewerbung entschieden. “Profitiert“ hat der ASB von der Schließung von Sankt Laurentius. Neunzehn Jahre habe sie in Sankt Laurentius gearbeitet und sei sehr traurig über dessen Schließung gewesen, berichtete beispielsweise eine Fachkraft. Umso glücklicher sei sie, dass sie schon in den nächsten Tagen hier ihre Arbeit aufnehmen könne in einer familiären Atmosphäre.

Offiziell in Betrieb genommen ist damit der 15-Millionen-Bau mit seinen 87 Zimmern noch nicht. Das soll geschehen im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am  20. September 2019.

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