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Seeburger darf

Grundlagen für Hotelbau durch Änderung des Flächennutzungsplans

Wenn es um die Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung einer Sondergebietsfläche im Bereich der Edisonstraße geht, macht der Brettener Gemeinderat wenig Federlesens. Die Gemeinderäte waren sich in der Vergangenheit schnell einig in der positiven Beurteilung der Änderung, die es der Firma Seeburger ermöglichen soll, auf der Osthälfte des Plangebiets ihre Büroflächen zu erweitern und auf der Westhälfte ein Business Ressort zu errichten. Im Eiltempo stimmte der Gemeinderat am 11. Februar den Bestimmungen des Plans zu.

Die Zustimmung des gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Bretten/Gondelsheim ist für dieses Projekt ebenfalls notwendig. Er stand am Donnerstagabend der Geschwindigkeit des Gemeinderats in nichts nach. Nur wenige Minuten dann hoben sich auch hier alle Hände zur Zustimmung für die Bauvorhaben auf dem 1,8 Hektar großen, bisher ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Areal. Die Ausschussmitglieder entschieden damit über die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und von Interessenverbände und stimmten der öffentlichen Auslegung des Entwurfs zu.

Das Amt für Umweltschutz im Landratsamt hatte beispielsweise auf Kompensationsmaßnahmen hingewiesen und sah die Aufbringung von Oberboden als nicht ausreichend an, um die notwendige Ökopunktzahl zu erreichen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion Bernd Neuschl sah das auf Nachfrage nicht so kritisch. Das Defizit an Ökopunkten werde durch Flächen in Rinklingen und Ruit ausgeglichen. Das Vorhaben an der Edisonstraße bewertete er als gute Investition in die Zukunft und die Brettener Infrastruktur.

Fast identisch fielen die Beratungen zu einer weiteren Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplans aus. Im Bereich der „Herrgottsäcker“ soll für das Industriegebiet Gölshausen eine gewerbliche Baufläche von rund 10,3 Hektar planungsrechtlich auf den Weg gebracht werden. Der für die Erweiterung des Industriegebiets vorgesehene Standort befindet sich im direkten Anschluss an den bestehenden gewerblich-industriellen Schwerpunkt. Auch hier fiel die Zustimmung des Ausschusses nach wenigen Minuten einstimmig aus.

Informationen zum Stand der Planungen des Radwegs zwischen Gondelsheim und Bretten forderte SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Schlotterbeck zum Abschluss der Sitzung. Bei diesem Thema müsse man endlich weiterkommen. Das ginge im Moment deshalb nicht, so informierte Martin Wolff, weil der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp einen für diesen Tag angesetzten Termin abgesagt habe. „Zeitungsberichte allein helfen da nicht. Da muss man miteinander reden“, stichelte der Oberbürgermeister in Richtung seines Gondelsheimer Amtskollegen. 

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