Schwerpunkt Natur

Timur Özcan will Umweltprojekte mit Stabstelle voran bringen

Kreisumweltschutzpreis, mehrfache Auszeichnungen für das Projekt „Natur nah dran“ und Auszeichnungen im Rahmen des European Energy Awards (EEA) – Walzbachtal hat etliche Erfolge im Rahmen des Umweltschutzes vorzuweisen. Bürgermeister Timur Özcan will zu den Erfolgen noch eine Schippe drauf legen und das Thema Umweltschutz und Natur zur Chefsache machen. Das kündigte er während seiner Rede zum Haushalt 2021 an.

Die Folgen der Klimaerwärmung seien auch in Baden-Württemberg spürbar. Es sei also „höchste Zeit, Treibhausgase zu verringern und Anpassungsmaßnahmen an unvermeidbare Veränderungen zu entwickeln“. Auf kommunaler Ebene böten sich zahlreiche Möglichkeiten, ökologisch wertvolle Lebensräume und ihre Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten oder gezielt aufzuwerten. Walzbachtal liege optimal im Grünen und dennoch zentral und biete beste Voraussetzungen für eine umweltnahe Wohnstätte. Damit das auch so bleibt und weiter ausgebaut werden kann, werde er in diesem Jahr hierfür eine Stabsstelle einrichten. Er wolle damit die Wichtigkeit dieses Arbeitsbereichs im Walzbachtaler Rathaus unterstreichen.

Walzbachtal hat beste Voraussetzungen

Er sei davon überzeugt, dass diese Einschätzung von der Bürgerschaft mitgetragen werde. Das habe sich im Ergebnis der Umfrage gezeigt, die für das Erstellen eines neuen Leitbildes für Walzbachtal gestartet worden war. In ihr sei sehr deutlich geworden, dass Walzbachtal als Naherholungsort einen sehr hohen Stellenwert bei der Bürgerschaft genieße. Er sei „fest überzeugt davon, dass wir in Walzbachtal gemeinsam einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten können und auch werden.“

Eine wesentliche Rolle soll dabei, so formulierte er, die Stabstelle „Natur und Umwelt“ spielen, die ihm persönlich zugeordnet sein wird. Das gewährleiste eine sehr enge Zusammenarbeit direkt mit ihm als Bürgermeister als auch mit den verschiedenen Ämtern. Der Mitarbeiter werde sich um ökologische Belange wie zum Beispiel Ökopunkte durch Ausgleichsmaßnahmen aber auch um Projekte in den Bereichen Naturschutz, Umweltschutz sowie Klimaschutz kümmern. Als Beispiel sei das Projekt des EEA zu benennen oder auch den vor kurzem erhaltenen Preis „goldene Wildbiene“. Weitere Projekte würden dann geplant werden.

Die Stelle wurde neu ausgeschrieben. Bisher war sie im Bauamt angesiedelt und hatte entsprechend andere Schwerpunkte. Um den Haushalt nicht zu belasten, werde die Anzahl der Mitarbeiter nicht erhöht werden, so versichert Özcan. Das soll durch verbesserte Abläufe und Verteilung von Aufgaben erreicht werden. „Die Aufgaben im Bereich des Natur- und Umweltschutzes sind mir sehr wichtig, daher werden wir hier auch in Zukunft unter anderem den Schwerpunkt setzen.“

Zwei derzeit kommunalpolitisch umstrittene Projekte werden sicherlich in das Aufgabengebiet des neuen Mitarbeiters fallen: Die Windkraftanlage auf dem Heuberg und die Jöhlinger Ortsumfahrung der B293. In beiden Fällen muss sich Özcan mit heftigem Gegenwind im wahrsten Sinn des Wortes auseinandersetzen. Die Gegner der Umgehung werfen ihm vor, das Bekenntnis für mehr Klima- und Umweltschutz sei unglaubwürdig, so lange an Verkehrsprojekten festgehalten werde, die vor vielen Jahren nach dem Credo „mehr Straßen – mehr Wohlstand“ geplant worden seien. Das Projekt werde zu einem gravierenden Verlust von Natur und Landschaft führen.

B293 wird zu Verlust von Natur führen, so ehrlich muss man sein

Diese Argumente könne er gut nachvollziehen auch wenn das zunächst einmal paradox klinge, erwidert Özcan. So ehrlich müsse man sein, dass die geplante Umgehungsstraße auch Auswirkungen auf die Natur und Landschaft haben wird. Das eine schließe das andere aber nicht aus. Als politische Gemeinde müsse man aber alle Aspekte im Blick halten und dürfe sich nicht nur auf ein Thema konzentrieren.

Es könne durchaus vorkommen, „dass Acker- oder Grünflächen verwendet werden, um gewisse Ziele umsetzen zu können“, sagt der Bürgermeister. Das heiße jedoch nicht, „dass wir das Thema Klima- und Umweltschutz nicht im Fokus stehen haben. Ganz im Gegenteil. Mit der Stelle Umwelt- und Naturschutz wollen wir vermehrt Projekte angehen, die zum Klima-, Umwelt- und Naturschutz beitragen.“ Das heiße jedoch nicht, dass das Thema Klima- und Umweltschutz nicht im Fokus stehen werde. Ganz im Gegenteil wolle er mit der Stelle Umwelt- und Naturschutz vermehrt Projekte angehen, die zum Klima-, Umwelt- und Naturschutz beitragen.

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