Rektorin geht

Aus ihrem Amt als Leiterin der beruflichen Schulen Bretten (BSB) verabschiedet wurde Barbara Sellin. Zum großen Bahnhof im kleinen Rahmen war im Innenhof der Schule unter Corona-Bedingungen alles angetreten was Rang und Namen hat. Alle Redner waren sich in dem Fazit einig:

es geht eine Frau, die die Schule während ihrer 19-Jährigen Amtszeit maßgeblich geprägt hat. Das wurde in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtet, ob nun von Landrat, Bürgermeistern oder Kollegen. Für Kurzweil zwischen den Beiträgen sorgte Bernd Neuschl. Immer wieder griff er in seine Musik- und Zitaten-Kiste und produzierte daraus Bonmots zum Schmunzeln. Beispielsweise folgendes: „Ein Abschied schmerzt immer. Auch wenn man sich schon lange darauf freut“.

Natürlich wurden bei so einem Anlass viele Stationen aus dem Lebensweg der Scheidenden ans Tageslicht befördert. Anja Bauer, Abteilungspräsidentin im Regierungspräsidium, machte damit den Anfang. Barbara Sellin habe vielfältige Interessen gehabt, die nicht notwendigerweise in den Schuldienst hätten führen müssen, informierte sie. Umso bemerkenswerter sei deshalb die Station Rektorin der BSB. In dieser Rolle habe sie eine Vorreiterrolle übernommen bei der Verbindung von Schule und Wirtschaft.

Als ein wesentliches Charakter-Merkmal bezeichnete Bauer die Beharrlichkeit. Das griff später der Oberderdinger Bürgermeister Thomas Nowitzki auf, der sich von Sellin im Auftrag der Bürgermeister der Umgebung verabschiedete. OB Martin Wolff bezeichnete sie als Nachbarin, die immer als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung gestanden habe.

Übertroffen wurde Bauer nur von Landrat Christoph Schnaudigel, der noch gründlicher in der schulischen Vita gegraben hatte. In geradezu atemlosem Stakkato reihte er die Neuerungen aneinander, mit der Sellin die BSB in eine stetige Aufwärtsentwicklung geführt habe. Umso mehr bedaure er, dass eine Person scheide, „die die Schule auf hervorragende Weise repräsentiert hat“. Für die Oberderdinger Blanc und Fischer Holding lobte Gabriele Lintner die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ausbildung. Barbara Sellin habe die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft maßgeblich geprägt.

Völlig konfliktfrei könne das Zusammenleben in einer Schule mit 1865 Schülern und 141 Lehrern nicht sein, meinten die beiden Personalratsvorsitzenden Gerd Geweniger und Norbert Wolff Dennoch sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelungen. Davon berichteten auch die Abteilungsleiter, die zum kollektiven Dankeschön auf der improvisierten Bühne antraten.

Barbara Sellin zeigte sich tief beeindruckt von dem Lob, das auf sie niederprasselte. Sie habe sich ehrlich gefreut, „dass sie meine Arbeit auf so vielfältige Weise anerkannt haben,“ sagte sie. Ihre Entscheidung für den Schuldienst habe sie nie bereut. Den Beruf habe sie immer mit Herzblut ausgefüllt.

Trackback von deiner Website.

Kommentare (2)

  • Avatar

    Ikas

    |

    Als Antwort auf: Niemand will den Job
    Ich bin mir jetzt nicht sicher etwas überlesen zu haben, aber Überschrift und Text passen scheinbar überhaupt nicht zusammen. „Niemand will den Job“, es kann niemand gefunden werden der den Job machen möchte. Im Text steht davon informativ > Nichts. Verwirrend.

    Reply

    • Avatar

      Waidelich Arnd

      |

      Als Antwort auf: Rektorin geht Als Antwort auf: Ikas
      Danke für den Hinweis. Da ist in der Tat etwas schief gelaufen, nämlich die Überschrift über den Artikel verwechselt mit der für den heute veröffentlichten. Ich habe es korrigiert. Entschuldigung

      Reply

Kommentieren

Home Footer Links