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Schnell ins Internet

Oberderdingen kriegt ein breites Band
„Das neue Zeitalter beginnt hier und heute“, so überschwänglich fiel das Urteil von Rolf Schönhaar aus beim symbolischen Spatenstich für den Ausbau der Breitbandversorgung auf einem kleinen Parkplatz am Rande des Oberderdinger Amthofs. Grundlage sei die Glasfaser, die die Basis für eine ähnlich schnelle Entwicklung liefere wie etwa die bei den Handys , an die man vor zehn Jahren kaum gedacht habe und die heute undenkbar seien. Sechsundzwanzig Kilometer dieses Rohstoffs würden in 13 Kilometer Tiefbau in Oberderdingen verlegt, informierte der Leiter des EnBW Regionalzentrums Nordbaden.

Joachim Kössler ging sogar so weit, dem Daten- eine noch größere Bedeutung zuzumessen als dem Straßennetz. Der ländliche Raum müsse so gestellt werden wie die Zentren, forderte der CDU-Landtagsabgeordnete. Die Landesregierung habe das erkannt und habe seit März 2017 nicht weniger als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und davon seien nicht weniger als fünf Millionen in den Landkreis geflossen, ergänzte Christoph Schnaudigel. Der Landkreis Karlsruhe nehme damit eine Spitzenstellung im Land ein.

Vereinte Wurfgewalt: Katja Kiefer (Inexio), Bürgermeister Thomas Nowitzki, Landrat Christoph Schnaudigel, Joachim Kößler, Landkreis-Kämmerer Ragnar Watteroth, Rolf Schönhaar (EnBW)

  • Vereinte Wurfgewalt beim Spatenstich: Katja Kiefer (Inexio), Bürgermeister Thomas Nowitzki, Landrat Christoph Schnaudigel, Joachim Kößler, Landkreis-Kämmerer Ragnar Watteroth, Rolf Schönhaar (EnBW)


  • Ein Schwerpunkt sei der sogenannte „Ostblock“, in den mehr als eine Million Euro an Fördergeldern geflossen seien. Im Bereich Oberderdingen, Kürnbach, Zaisenhausen und Sulzfeld gehe es ausschließlich durch das Engagement des Landkreises voran, betonte der Landrat. Dort, wo kein anderer hingeht, packe der Landkreis für ein schnelles Internet an. Hier handelten die Kommunalpolitiker in den Gemeinderäten verantwortungsbewusst für einen „ganz, ganz wichtigen Teil der Infrastruktur“. Krankenhäuser, Ärzte, Kommunen, Schulen erhielten dadurch bisher ungeahnte Kommunikations- und Service-Möglichkeiten.

    Vor einer ganzen Reihe von Bürgermeistern und Ex-Bürgermeistern betonte denn auch Thomas Nowitzki den Mut, mit dem sich der Landkreis und seine Gemeinden an dieses Megathema gewagt hätten. Für jede Gemeinde allein, wäre diese Aufgabe nur schwer zu bewältigen gewesen, meinte Thomas Nowitzki und kritisierte die privaten Unternehmen im EDV-Bereich, die zunächst ein Engagement bei dieser Aufgabe verweigert hätten, jetzt aber nachdem die Gemeinden aktiv wurden, an manchen Stellen parallel Kabel verlegten: „Ein volkswirtschaftlicher Unsinn!“ ging Nowitzki mit diesem Verhalten scharf ins Gericht.

    Wie notwendig der Breitbandausbau sei, werde ihm in nahezu täglichen Gesprächen mit den Bürgern oder Unternehmen deutlich. Wichtig sei, dass das schnelle Internet direkt in die Häuser komme. Das werde mit moderaten Preisen zwischen 415 und 495 Euro möglich sein. Bei solchen Preisen habe man bisher im Landkreis eine durchschnittliche Anschlussquote von 50 Prozent erreichen können, versicherte Rolf Schönhaar. Gleichzeitig bat Nowitzki um Verständnis dafür, „dass in Oberderdingen im nächsten Jahr sehr viel gebuddelt wird“ und die eine oder andere Unannehmlichkeit mit dem Breitbandausbau einhergehen werde.

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