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Schmuck für Spielfeld

Graffitikünstler leitete Schüler bei der Gestaltung an
Eine Erfolgsstory ohnegleichen ist das Wössinger Minispielfeld. Der kleine Kunstrasenkäfig auf dem Gelände des FV04 Wössingen ist längst noch nicht eingeweiht und dennoch tummeln sich dort Tag für Tag von morgens bis in die Dämmerung hinein unzählige Walzbachtaler und auch etliche auswärtige Jugendliche und Kinder. Er soll Ersatz sein für das im Dezember 2014 geschlossene Wössinger Jugendzentrum.

Einen entsprechend langen Vorlauf hat das Projekt. Schon unmittelbar nach der Schließung des Jugendzentrums wurde von den Jugendlichen selbst der Vorschlag für ein Minispielfeld gemacht. Mitte 2016 stimmte der Gemeinderat einem Ge-samtkonzept zu, das rund 140.000 Euro kosten wird. Schon im November letzten Jahres sollte Einweihung sein. Sie fiel miserablem Wetter zum Opfer.

Der offizielle Akt hat immer noch nicht stattgefunden. Dennoch war Bür-germeister Karl-Heinz Burgey bei ei-nem kurzen Besuch sichtlich beeindruckt von dem Erfolg des Projekts. Das Feld sei noch nicht eingeweiht und trotzdem sehr gut belegt selbst bei schlechtem Wetter, so habe er immer wieder beobachtet. Anlass seines Besuchs war eine Akti-on, die dem kleinen Käfig ein attraktives Äußeres verschaffen soll. Die schmucklosen, grauen Metallwände sollten – so die Idee von Schulsozialarbeiter Bernhard Lehr – mit Graffitis verschönert werden. Ein in Karlsruhe unter dem Namen „Siers“ bekannter Graffitikünstler sollte Ab-hilfe schaffen.

Wössingen Unter seiner und der Anleitung von Lehrerin Ellen Schönbeck enwickelte der Kunstkurs der achten Klasse der Jöhlinger Walzbachschule ein Konzept für die Wände. Sechs Stunden lang wurden Schriften entworfen und theoretisch ausprobiert. Am Donnerstagnachmittag ging es dann für die sieben Schüler mit Spraykit und Atemmaske in die Praxis. Mit besonders viel Sorgfalt waren die beiden Mädchen dabei. „Zeichnen mache ich im Kunstkurs sowieso sehr gern“, erklärte Esma Batmaz ihre Begeisterung für die Aktion.

Zusammen mit Miriana Vrenezi war sie lange noch am Werk, da zeigten die Jungs längst schon drinnen im Käfig ihre fußballerischen Künste. „Die haben da ein bisschen geschludert“, grinst Esma. Was Darius Fabry allerdings nicht auf sich sitzen lassen will: „So was hab ich noch nie gemacht. Das war sehr interessant“, sagt er, ehe er sich wieder ins Getümmel stürzt.

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