Zu angeregten Diskussionen führten die Stelltafeln, mit der die Walzbachtaler Gemeindeverwaltung das Thema Radwegekonzept vorbereitet hatte.

Schmalhans bleibt Küchenmeister

Um die Walzbachtaler Finanzen steht es nach wie vor nicht gut

Am kommenden Montagabend wird Bürgermeister Timur Özcan den Haushalt 2022 in den Gemeinderat einbringen. 2022 ist erneut alles andere als ein fettes Jahr: Das deutet sich in der Verwaltungsvorlage mit dieser Formulierung an: „Der Gemeinde Walzbachtal gelingt es weiterhin nicht die ordentlichen Aufwendungen mit den ordentlichen Erträgen auszugleichen.

Stand heute ist der Ergebnishaushalt nicht in der Lage, den vollständigen Ressourcenverbrauch eines Jahres inklusive Abschreibungen zu erwirtschaften. Dies führt dazu, dass der Ergebnishaushalt für das Jahr 2022 mit einem geplanten negativen ordentlichen Ergebnis von 3.074.430 Euro abschließt.“

In Zahlen heißt das:

Dem 2021er Defizit von 3.841 Millionen folgt im laufenden Haushaltsjahr ein Defizit von 3.074 Millionen Euro. 2023 wird es mit 2.669 Millionen Euro und 2024 mit 2.578 Euro Defizit nicht wirklich besser.

Es werde deshalb im kommenden Jahr weiterhin die Aufgabe sein, so heißt es in der Vorlage weiter, ein Konzept zu erstellen wie in kommenden Jahren der Ergebnishaushalt der Gemeinde Walzbachtal auf eine solide Basis gestellt werden könne, um einen Haushaltsausgleich zu ermöglichen und um auch künftig einen Handlungsspielraum für notwendige Maßnahmen zu erhalten.

Die wesentlichen Zahlen:

Die Gewerbesteuer steigt von 2.2 Millionen in 2021 auf 2.5 Millionen Euro in 2022. Korrespondierend mit dem schlechten Vorjahresergebnis sinkt die Gewerbesteuerumlage von 310.300 Euro auf 244.350 Euro. Der Einkommensteueranteil nimmt um 400.000 Euro auf 6.249 Millionen Euro zu. Die Schlüsselzuweisungen des Landes: 5.000.978 Millionen Euro (2021) zu 4.465 Millionen Euro (2022).

Positiv fällt nach der Steuererhöhung im Dezember übrigens die Hundesteuer aus. Das lizensierte Bellen wird 2022 59.000 Euro in die Steuerkasse spülen. Im vergangenen Jahr waren es 51,500 Euro. Die Holzerlöse fallen von 501.652 auf 410.100 Euro. Gespart wird bei den Straßen. Der Haushaltssituation angemessen sinkt der Aufwand für deren Unterhalt von 600.000 auf 100.000 Euro.

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Kommentare (8)

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    Ikas

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    Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister
    Sollen mal jemanden einstellen der Tickets an die Falschparker verteilt, parken auf einem abgesenkten Bordstein = 20€, parken im Bereich <=10m vor Kurven, Einmündungen = 50€ und entweder lernen es die Jöhlinger ganz ganz schnell, oder der Haushalt ist quasi direkt gedeckt. Also ich wohne erst seit 2019 hier, muss aber sagen, selten so eine wirklich bescheidene Parksituation gesehen wie in diesem Ort. Wäre doch mal eine Anregung wert.

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      Madro

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      Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister
      Dem kann ich nur zustimmen, auch ich bin hier zugezogen und verkehrstechnisch ist das, was ich hier erlebe, der wilde Westen. Gefühlt macht jeder was er möchte, es gibt keinerlei Konsequenz außer der gebetsmühlenartige Aufruf allwöchentlich im Ortsblatt, doch bitte die privaten Abstellmöglichkeiten zu nutzen.
      Auch Ortsausfahrt Jöhlingen, Richtung Weingarten, das es dort keinen Zebrastreifen o.ä. rüber zu den Einkaufsläden gibt, für mich völlig unverständlich. Ich halte diese Stelle für sehr gefährlich, ich bekomme mit, wie dort Gas gegeben wird. Innerorts 3 Fußgängerampeln, am Ortsausgang noch nicht mal ein Zebrastreifen oder ein sonstiger Hinweis auf Fußgänger. Bis was passiert, dann hat es wieder jeder vorher gewusst…

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      Bernhard

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      Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister Als Antwort auf: Ikas
      Naja, eigentlich muss man bei Kurven und Einmündungen ja nur 5 Meter wegbleiben beim Parken, und zwar gerechnet vom Schnittpunkt der Fahrbahnlinien. Ist also meist viel näher als man glaubt und soweit ich weiß, sind dafür keine 50,- Euro fällig.
      Nur, wenn’s auch noch einen ausgewiesenen, ausgebauten Radweg neben dem Bürgersteig gibt, sind es immerhin 8 Meter, die man Abstand halten muss.
      Aber im Grunde stimmt es schon, dass man nicht immer nur mit dem Metermaß messen sollte sondern ab und zu auch mal den gesunden Menschenverstand einschalten. Wenn ich da zum Beispiel an die Abzweigung Jöhlinger-/Friedrichstraße denke – man kann nur noch den Kopf schütteln….
      Aber auch mit gezielten Knöllchen für Parksünder wird man das Haushaltsloch kaum stopfen können. Und wenn man dafür wie vorgeschlagen extra jemand einstellen muss, wird es noch schwieriger, denn dann kommt ja nach dessen Gehalt dazu.
      😉

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        Ikas

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        Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister Als Antwort auf: Bernhard
        Ja gerade vor dem Lamm z.B. da steht immer irgend ein Kleinbus. Die Einmündung müsste durch Linien vor dem Lamm freigeräumt bleiben. Da kommt es immer wieder zu richtig knappen Situation weil man nichts sieht und diejenigen die am Lamm vorbei fahren müssen ziemlich weit in die Mitte fahren da sind Unfälle vorprogrammiert. Alleine letztes Jahr dort 3 Unfälle selbst gesehen und das obwohl ich dank Homeoffice quasi kaum zur Arbeit fahren musste.
        Die 50€ waren nur als Beispiel gedacht. Meine Meinung nach sollten Strafen Prozentual vom Gehalt eingezogen werden mit einem Minimumwert. 5% tun demjenigen der wenig hat genauso weh wie jemand der 5000€ nach Hause bringt. Sowas wären auch mal sozial verträgliche Strafen und die hätten auch bei den ganzen „mir ist die 30er Zone scheiss egal“-Rasern auch eine Wirkung.
        In Weingarten heult man rum weil kein 3. Blitzer kommt und in Jöhlingen wäre man schon froh, wenn mal mobil geblitzt werden würde. Hier bekommt man jedoch noch nicht mal die Parksituation in den Griff. Und falls es das noch nicht ist, sollte das Parken auf / vor abgesenkten Bordsteinen verboten werden. Man muss nur die Gebühren entsprechend hochsetzen dann trägt sich der gute Mann von den Kosten selbst.

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        bauigel

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        Bezüglich der Kosten hätte ich weniger Bedenken, Walzbachtal hatte ja bis jetzt nur ein 50%-Stelle. Dafür – und für die begrenzte Zeit, die diese Stelle nur besetzt war, ist die Bilanz ganz ordentlich.
        Weingarten hat zum Vergleich übrigens drei Vollzeitstellen, die nach allem was man hört, mehr Geld einspielen als sie kosten.

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          Ikas

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          Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister Als Antwort auf: bauigel
          Eben, bei dem Parkverhalten in Jöhlingen kann das eigentlich nur eine positive Finanzbilanz nach sich ziehen. Oder man vergibt es extern und sagt sie dürfen das Geld behalten das sie einnehmen. Dann haben beide Seiten was davon und man selbst kein Risiko.
          Und es muss endlich mal regelmäßig geblitzt werden. Besonders an der Hauptstraße oder morgens beim Kindergarten Regenbogen. Wie die Leute da als herumdüsen gerade auch am WE ist wirklich unter aller Kanone.

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    Muggel

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    Als Antwort auf: Schmalhans bleibt Küchenmeister
    Wie soll bitte das Konzept zur Haushaltskonsolidierung aussehen? Das ist unmöglich und deswegen wird es auch immer weiter geschoben. Ohne die Hilfe von außen (Bund oder Land) wird Walzbachtal nicht mehr auf einen grünen Zweig kommen

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      Waidelich Arnd

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      Der liebe Muggel möge sich, wenn er schon unter einem Nickname kommentiert, bitte daran erinnern, dass er dies wenigstens nur unter einem Namen tut. Kommentare unter Zweitnickname werde ich nicht freischalten.

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