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Schadstofffrachten weiter kritisch

Widerworte der SPD und der Grünen zum Emissionsbericht des Wössinger Zementwerks

Den Emissionsbericht des Wössinger Zementwerks für das Jahr 2019 hat der Walzbachtaler Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Das Zementwerk kommt damit einer vom Regierungspräsidium auferlegten Pflicht nach, die Emissionsdaten in Form eines Jahresberichts vorzulegen. Werkleiter Stephan und Umweltleiter Jörg Heimburg stellten die Details vor.

Im Mittelpunkt standen die Jahres- wie auch die Tagesmittelwerte der über die Schornsteine in die Luft gelangenden Schadstoffe. Die Tagesmittelwerte seien zu 99,9 Prozent eingehalten worden, informierte Heimburg. Dasselbe gelte für die Halbstundenmittelwerte. Damit sei eine deutliche Verbesserung gegenüber 2018 erreicht worden. Das gleiche gelte für die tatsächlichen Frachten. Sie seien stets deutlich unter dem zulässigen Maximum geblieben. Die Bilanz des Umweltleiters fiel damit deutlich positiv aus. Alle Grenzwerte seien eingehalten worden. Die Tendenz habe sich sogar verbessert.

Seine positive Bilanz blieb bei den Gemeinderäten nicht ohne Widerworte. Für Andrea Zipf (Grüne) stellte gerade die Fracht an Quecksilber, die aus den Schornsteinen des Zementwerks komme, immer noch eine enorme Belastung dar. Beim Schwefeldioxid habe sich überdies der Ausstoß um rund 10 Tonnen pro Jahr und damit um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr vergrößert. Der Staubausstoß habe sich gar mehr als verdoppelt.

Sie mahnte eine Information an, die das Werk im Januar beim Besuch des Bürgermeisters versprochen hatte, dass nämlich die Quecksilberbelastung nicht nur aus dem Rohstoff Kalkstein, sondern auch zum Teil aus den Ersatzbrennstoffen stamme. Wenn ein Zementwerk mit den Ersatzbrennstoffen eine Schlüsselfunktion in der Kreislaufwirtschaft einnehme, Wie der Landtagskandidat einer konkurrierenden Partei behauptet habe, dann sollte es auch wie ein Unternehmen der Kreislaufwirtschaft behandelt werden und damit den Grenzwerten der Müllverbrennungsanlage unterlegen. Sie erkannte allerdings an, dass die Anzahl der Ausreißer bei den Messwerten in den letzten Jahren geringer geworden seien. Den Wortlaut der Grünen-Stellungnahme in einem separaten Artikel in den Kurzmeldungen.

Schadstofffrachten über dem Dorf kritisiert die SPD-Fraktion

Die SPD machte neben den bisher bekannten problematischen Stoffen auf das Thema Wasser aufmerksam. Bei den Beratungen des Wasserkonzepts der Gemeinde sei aufgefallen, dass das Zementwerk ein Viertel bis ein Fünftel des gesamten Walzbachtaler Wassers verbrauche. Damit solle das Zementwerk sorgsamer umgehen, meinte die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer.

Mit den vorgelegten Frachten werde überdies deutlich, dass „unsere schlimmsten Befürchtungen eingetreten sind“. Das Werk emittiere mehrere hundert Tonnen an gefährlichen Schadstoffen, die auf die nähere und weitere Umgebung niederfallen. Die SPD werde deshalb nicht aufhören das Werk permanent aufzufordern mehr zu machen als das Notwendige, um die Gesundheit der Menschen nicht zu gefährden. Auch die Stellungnahme der SPD gibt es unter den Kurzmeldungen.

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