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Rathaus später

Handwerklicher Fehler sorgt für Verdruss / Natursteinpflaster für den Hof

Die Fertigstellung des neuen Walzbachtaler Rathauses wird sich verzögern. Mit dieser Botschaft überraschte der Architekt die Gemeinderäte bei der Vorstellung der Freianlagenplanung. Die ursprünglich für den 17. Juli 2017 geplante Fertigstellung werde sich auf den 5. September 2017 verschieben, kündigte Afshin Arabzadeh an. Doch selbst dieser Termin scheint noch mit einem Fragezeichen versehen zu sein. Er hänge davon ab, dass eine Firma für das Ausbügeln eines handwerklichen Fehlers gefunden wird, „dessen Auswirkungen uns noch heute beschäftigten“.

Eine falsche Dachabdichtung hatte am 26. April 2016 dazu geführt, dass die Sichtbetonwände im Bauwerk beschädigt wurden. Drei Monate seien dadurch verloren gegangen, informierte der Architekt. Damit ist auch eine der Lieblingsideen des Bürgermeisters gefährdet. Karl-Heinz Burgey will nämlich das Mitte September 2017 stattfindende Wössinger Straßenfest auf dem neuen Rathausplatz eröffnen.

Nach einer vorausgegangenen Baustellenbesichtigung gab Afshin Arabzadeh einen Überblick über den Zeitplan für die neuen Vergabetermine für den Metallbau, die Maler- und Fliesenarbeiten vor. Die Fertigstellung des Baus verschiebt sich vom 8.5.17 statt 13.2. Die Freianlagenplanung stellte Frank Kiessling vor. Nicht anfreunden konnten sich die Gemeinderäte mit zwei Baumreihen, die das westliche und östliche Ende des großräumigen Rathausplatzes abschließen sollten. Mit großer Mehrheit votierten sie für eine Baumreihe auf der Ostseite.

Über der Frage Pflasterbeton oder Natursteinpflaster wogte die Diskussion lange hin und her. Während der Architekt („eine ganz andere Atmosphäre. Das wird der Bedeutung des Platzes gerecht“) und der Bürgermeister für das Natursteinpflaster plädierten, war das Stimmungsbild innerhalb der Fraktionen durchaus unterschiedlich. Letztendlich gewannen mit 11:6 Stimmen diejenigen die Oberhand, die für das Natursteinpflaster waren. Ganz deutlich abgelehnt wurde der Vorschlag, den jetzigen Gehweg der künftigen Pflasterung anzupassen. Diskussionsbedürftig sei auch der Brunnen, meinte der Bürgermeister, nachdem Monika Tittlbach in der Fragestunde ein leidenschaftliches Plädoyer gehalten und sogar genaue Vorstellungen vorgetragen hatte. Michael Paul (CDU) und Andrea Zipf (Grüne) wiesen auf die schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit und die Folgekosten hin. Werner Schön (FDP) hingegen plädierte dafür. Eine knappe Mehrheit von 9:7 lehnte schließlich bei einer Enthaltung durch den Bürgermeister sogar vorbereitende Arbeiten für einen Brunnen auf dem Rathausplatz ab.

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