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Frischer Luther

Zeit hinterließ Spuren an den Statuen des Melanchthonhauses
Der Zahn der Zeit macht auch vor einem altehrwürdigen Melanchthonhaus nicht halt. Vor 120 Jahren eingeweiht hat nicht nur die Sandsteinfassade gelitten. Sie musste schon aufwändig restauriert werden. Auch im Inneren machen sich die 120 Jahre bemerkbar. Selbst die Protagonisten Luther, Melanchthon und Co. zeigten sich nicht mehr als die Allerfrischesten. Sie wiesen an vielen Stellen deutliche Zeichen ihres Alters auf.

Melanchthonvereinsvorsitzender Hans-Joachim Reiber demonstriert die Reinigungsergebnisse an den Statuen im Melnanchthonhaus

Der große Vorsitzende und sein Vorbild

Beschädigt waren die Skulpturen allerdings nicht. „Es handelte sich nur um ein optisches Problem“, versichert Hans-Joachim Reiber. Gerade im Jahr des Reformations-Jubiläums ein inakzeptabler Zustand, der nach Beseitigung rief. In den vergangenen 120 Jahren seien die Statuen immer nach bestem Wissen und Gewissen gereinigt worden. Doch schrubben allein bringt manchmal nicht viel, ist an manchen Stellen sogar schädlich. Dabei könne einiges daneben gehen, räumt der Vorsitzende des Melanchthonvereins ein. Damit sollte jetzt Schluss sein. Ein Fachmann sollte sich darum kümmern.

Mit Diplomrestauratorin Christina von Buchholtz wurde es eine Fachfrau. Schon bei der ersten Inaugenscheinnahme stellte sie fest, dass bei einer früheren Restaurierung einige Fehlstellen verklebt worden waren, Reste des Klebemittels wirkten sehr störend. Andere Fehlstellen wurden weiß gekittet aber nicht farblich eingetönt und fielen sehr hell auf.

So machte sich denn an die Reinigung mit verschieden starken Pinseln und einem speziellen Staubsauger mit Hepafilter. Zusätzlich setzte sie für die trockene Reinigung einen Spezialreinigungsschwamm aus Naturkautschuk ein. Zehn Stunden brauchte sie pro Skulptur für diese aufwändige Arbeit. Nur fünf Stunden erforderte hingegen die Reinigung des Altars. Die Arbeiten schlugen mit rund 4000 Euro zu Buche.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hans-Joachim Reiber freute sich insbesondere über die gelungene Restaurierung des Altars. Er strahlt im neuen, alten Marmorglanz und mit ihm der Melanchthonvereinsvorsitzende um die Wette. Im 500. Jahr der Reformation können sich die Schmuckstücke des Melanchthonhauses wieder sehen lassen.

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