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Quarantäne im Kinderhaus

34 Personen müssen zu Hause bleiben / Leiterin auch betroffen

Im Jöhlinger Kinderhaus „Arche“ gibt es einen kleineren Corona-Ausbruch. Das Gesundheitsamt hat für 34 Personen Quarantäne verfügt. Positiv wurden bis jetzt zwei Mitarbeiterinnen getestet, wie der erste Landesbeamte Knut Bühler auf Nachfrage bestätigte. Darunter ist auch die Kinderhausleiterin Nadine Kühn.

Vom Gesundheitsamt wurden Stand Freitag 11:30 Uhr 31 Kinder aus der Eichhörnchen- und der Elefantengruppe als Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt. Sie müssen zuhause bleiben und dürfen ihr Haus oder Wohnung nicht verlassen. Die konkrete Verfügung für die Quarantäne haben sie vom Ordnungsamt erhalten.

Diese Zahlen können sich ändern. Noch liegen wegen überlasteter Labore nicht alle Ergebnisse der bisher durchgeführten Tests vor. Die Eltern und Geschwister der betroffenen Kinder und die Familien der Mitarbeiterinnen sind laut Gesundheitsamt Kontaktpersonen zweiten Grades. Das bedeutet, dass sie nicht in Quarantäne müssen. Sie können also weiterhin zur Arbeit oder in die Schule gehen. Für die Kinder, die Kontaktpersonen zweiten Grades sind, wird in ihrer Gruppe weiterhin eine Betreuung angeboten allerdings mit reduzierten Öffnungszeiten. Die Küche der „Arche“ ist ebenfalls betroffen. Bis einschließlich 13. November wird kein Mittagessen mehr angeboten.

All diese Einschränkungen würden der Gemeinde vom Gesundheitsamt vorgegeben, informiert Bürgermeister Timur Özcan. Der Gemeinde bleibe in der Situation kein Entscheidungsspielraum. Ihm sei bewusst, dass dies für Kinder und Eltern eine sehr schwierige Situation sei. Die Gemeindeverwaltung und die KiTa tue alles, um die Auswirkungen der behördlichen Anordnungen so gering wie möglich zu halten.

Dennoch wird die vom Gesundheitsamt verfügte Quarantäne nicht von allen Eltern gut geheißen und sorgt für wenig Begeisterung. Sie habe einen Sohn mit einem stark ausgeprägten Bewegungsdrang, beklagt sich eine Mutter, die kein Verständnis für die harte Maßnahme aufbringt.

Er habe größtes Verständnis für die Belastung der Eltern, versichert Knut Bühler. „In Quarantäne zu gehen, das ist keine vergnügungssteuerpflichtige Angelegenheit“, sagt der erste Landesbeamte. So hoch die Belastungen der Eltern auch seien, sei dieser schwere Grundrechtseingriff juristisch dennoch vertretbar sogar für Kinder. Beispielhaft nennt Bühler die offene, hochansteckende Tuberkulose, bei der man unwidersprochen die Bewegungsfreiheit einschränkt.

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Kommentare (8)

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    gabe

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    Als Antwort auf: Quarantäne im Kinderhaus
    Ich glaube Namen von erkrankten Personen muss man nicht veröffentlichen, oder? Bisschen Privatsphäre ist schon gut… 😉

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    Anonymous

    |

    Als Antwort auf: Quarantäne im Kinderhaus
    Der Text ist leider nicht optimal verfasst. Denn der Satz mit der Kinderhausleitung bezieht sich auf die Quarantäne und nicht auf die positiven Personen.

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      Waidelich Arnd

      |

      Diesem Kommentator muss ich leider recht geben. Ich hab die Kindergartenleiterin als positiv getestet beschrieben. Das ist falsch. Frau Kühn befindet sich „lediglich“ in Quarantäne.

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    Jöhlingerin

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    Als Antwort auf: Quarantäne im Kinderhaus
    Schön wäre es auch gewesen wenn der Fall nicht so dramatisch dargestellt worden wäre wie er ist. Und auch die Hintergründe mehr erwähnt würden wie es dazu kam…. die Mitarbeiter haben sich freiwillig testen lassen. Mir haben einfach die Fakten und tatsächlichen Umstände in dem Bericht gefehlt. Und wie bereits erwähnt…. die Leitung ist lediglich in Quarantäne.

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    Lars

    |

    Als Antwort auf: Quarantäne im Kinderhaus
    Viel wichtiger erschient mir ein Bericht über die ab Montag geltenden verkürzten Öffnungzeiten. Es wird gemeindeweit Beschränkungen geben. Da kann die Politik viel über das Offenhalten von KITAs philosophieren. Wenn man nur noch bis in den frühen Nachmittag betreut, haben nur noch Eltern eine ausreichende Betreuung, die ohnehin kein Betreuungsproblem haben. Was eine fadenscheinige Augenwischerei der Politik. Einerseits proklamieren: Wir machen Regelbetrieb, über den Zusatz „eingeschränkt“ aber Tür und Tor öffnen, das jede Betreuungseinrichtung machen kann was sie will. Wenn man das mal überspitzt formulieren möchte.

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    Anonyma

    |

    Als Antwort auf: Quarantäne im Kinderhaus
    Lieber Herr Lars…. ich verstehe das Problem nicht….ich habe weder betreuungsbedürfige Kinder, noch bin ich eine Person, die dieselben betreuen könnte…, also nicht up to date….aber!!! vor einem Jahrzehnt war es hier noch Usus, dass man sich gegenseitig geholfen hat, sei es bei der Kinderbetreuung, etc…warum können also Personen zweier Haushalte, bei denen die Kinder sowieso den Vormittag zusammen verbracht haben, sich in der genannten Situation nicht gegenseitig helfen und die ausfallenden Zeiten überbrücken?

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    @anonyma

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    schlaukopf – wenn alle elternteile arbeiten wie soll das funktionieren? sie sind meiner meinung nach in der zeit stehen geblieben… hier geht es darum, dass das betreuungsangebot gekürzt wird – wäre man verfügbar würde man die kinder nicht den ganzen tag hinschicken

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      Lars

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      Genau darum geht es. Wenn man auf das Betreuungsangebot nicht angewiesen wäre würde man es ja nicht wahrnehmen. Es wird genau bei denen gespart und gekürzt, die durch den Beruf gezwungenermaßen am unflexibelsten sind. Betreuung bis 14.30 Uhr? Eine tolle Betreuung ist das für Berufstätige. Wie wäre es mit einen deutlich solidarischere Ansatz, bei ALLEN die Beteuung etwas zu kürzen? Die Vormittagskinder trifft das sowieso nicht, das sitz mindestens ein Elternteil sowieso größtenteils zu Hause…

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