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Dunkel-Gemunkel

Schwarzlicht-Show der Volleyballer einer der vielen Höhepunkte bei der Prunksitzung der Kreizkepf
Ein rauschendes Faschingsfest feierten am Wochenende wieder einmal die „Kreizkepf“ in der Jöhlinger Jahnhalle. Dies obwohl die Prunksitzung keine ganz großen Überraschungen parat hielt. Sie war geprägt von vielen Programmpunkten, die sich in der Vergangenheit bewährt hatten. Und die wieder einmal sich jeglicher kommunalpolitischer Spitzen enthielt, wiewohl die geradezu auf der Straße lagen.

Der kurz vor Schluss von Elferrat Manfred Kienle hereingetragene und mitten im Publikum platzierte Tisch sollte in diesem Spektakel eine besondere Rolle spielen. Vom unvergleichlichen Dennis Schmiglewsky bestiegen vollzog sich darauf der Höhepunkt des Abends. Der Helene-Fischer-Fan schwelgte unter Beifallsstürmen im Spotlicht auf seine laszive Art in einem Medley ihrer größten Songs.

Bereits zuvor hatte er es in einer auf ihn maßgeschneiderten Rolle so richtig „strullern“ lassen. Dabei geizte er nicht mit seinen weiblichen Reizen. Noch ehe er die Bütt enterte, hatte seine „Luise Struller“ unter einem goldenen Konfettiregen erste Beifallstürme ausgelöst. Ähnlich sangesstark präsentierte sich der „Elferrat & friends“ bei seiner Disco. In der Moderation von Alexander Mergl nahmen sich er, Stefan Keller und Reiner Hofheinz in einer gekonnten Mischung aktueller Hits an.

Nicht zuletzt hier zeigte sich, dass das Programm von einem starken Rückgrat gehalten wird. Neben Dennis Schmiglewsky dominierten die Namen Hofheinz und Braun an vielen Stellen und nicht nur in der Person der beiden Sitzungspräsidenten. Im kongenialen Doppel kalauerten sich Reiner Hofheinz und Thorsten Braun an einem türkischen Stammtisch als „Orhan und Bayrak“ durch die deutsche Sprache. Tochter Sophia Hofheinz stieg als freche Göre in den Ring und kitzelte mit ihren Songs an keyboard und Gitarre mit etlichen lokalen Episoden die Lachmuskeln. Sie mischte sich bei den Schautänzen auch unter die Auftrittes des Faschingsballetts und rauchte in der „Jamaica“-Nummer wie es sich gehört einen riesigen Joint ab.

Gleich tat es ihr Bruder Timo Braun bei einer lautstark vorgetragenen Büttenrede als „Pechvogel“ am Flaschenautomat. Die Brauns waren nicht zuletzt auch bei dem Klamauk der Handballer mit von der Partie: „Völliger Bleedsinn“ nannte sich das, was die Ballkünstler vorher mit einem aufblasbaren, liebeskranken, von Till Marxen bemannten Dinosaurier auf dem Kirchplatz oder vor der Stadtbahn gedreht hatten und jetzt auf einer Riesen-Leinwand als Hintergrund zu ihren bleedsinnigen parallel auf der Bühne gebotenen Aktionen zeigten. Optisch fast noch spektakulärer der Auftritt der Volleyballer. In ihrer Schwarzlichtshow gerierte sich „Pretty Woman“ als verführerisches Biest.

Viel Klamauk also und mit dem Auftritt der „Loddler“ hatte die Sitzung damit schon begonnen, fortgesetzt mit dem Eisbrecher Carmen Bechtold. Als „Elsbeth von Putzwedel“ fegte sie mit demselben ordentlich durch die Jöhlinger Schlafzimmer.

Mit etwas Wehmut dürfte Bernd Bechtold an diesem Abend die Bühne und später die Jahnhalle verlassen haben. Der Kreizkopf-Präsident legte mit dieser Kampagne sein Amt nieder, das er 27 Jahre bekleidete. Er wurde von Reiner Hofnheinz und Thorsten Braun unter tosendem Applaus zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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