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Priorität Mobilität

Bürgermeister Timur Özcan zum Walzbachtaler Mobilitäts-Forum

Am kommenden Dienstag, den 21. Januar lädt der Walzbachtaler Bürgermeister Timur Özcan zu einem Mobiltätsforum ein in die Wössinger Böhnlichhalle. Es beginnt um 18:30 Uhr. Welche Motivation Timur Özcan mit dem Thema verbindet, stellt er im Gespräch mit NadR dar.

NADR: Während ihres Wahlkampfs hat das Thema Mobilität kaum eine Rolle gespielt. Jetzt soll es das erste größere Projekt sein, das sie angehen. Woher kommt der Sinneswandel?

Özcan: Das Thema Mobilität kam durchaus in meinem Wahlkampf vor als „ganzheitliches Mobilitätskonzept“. Insofern gibt es hier keinen Sinneswandel. Das Thema Mobilität wurde in der Vergangenheit schon begonnen und ist wichtig für Walzbachtal. Ich möchte dieses Thema fortführen und weiterentwickeln und dabei die Bürgerschaft mit einbeziehen.

NADR: Am 29. April letzten Jahres hat der Gemeinderat bereits einem Mobilitätskonzept zugestimmt. In einem ersten Schritt, so hieß es damals, solle in einem Workshop unter Beteiligung aller interessierten Bürger eine Bestandsaufnahme erfolgen und Ziele definiert werden. Daraus ist bis jetzt nichts geworden. Soll das Mobilitätsforum, das sie für den 21. Januar in der Böhnlichhalle planen, eine Wiederaufnahme werden?

Özcan: Das Mobilitätsforum soll durchaus eine Wiederaufnahme beziehungsweise eine Weiterentwicklung sein.

NADR: Wird dort die Hochschule das Gleiche noch mal vortragen, was sie im April 2019 schon einmal vorgetragen hat oder gibt es neue Entwicklungen?

Özcan: Der vorgetragene Inhalt der Hochschule bleibt grundsätzlich derselbe, da sich die Verkehrssituation vor Ort im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht groß verändert hat. Veränderung gibt es insofern, dass – wie der Name „Forum“ schon sagt – jetzt eine starke Beteiligung der Bürgerschaft vorgesehen ist.

NADR: Teil des damals vorgestellten Konzepts waren Maßnahmen im Bereich Fahrradverkehr. Wird das auch Teil des Mobilitäts-Forums sein?

Özcan: Es werden erst tatsächlich alle Ideen und Vorschläge der Einwohnerinnen und Einwohner erst einmal mit aufgenommen. Enthalten ist sicherlich auch das Thema Fahrradverkehr. Dennoch unterscheidet sich das Mobilitätsforum vom Mobilitäts-Konzept insoweit, dass es sich bei dem Forum um eine offene und lockere Veranstaltung handelt und um kein ausgearbeitetes fertiges Konzept. Dieses soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden.

NADR: Mit der Böhnlichhalle haben Sie einen Veranstaltungsort gewählt, der immerhin 500, 600 Besucher aufnimmt. Erwarten Sie so starkes Interesse?

Özcan: Wir hoffen natürlich auf ein starkes Interesse. Aber mit einer festen Zahl können wir natürlich nicht rechnen und planen. Wir wollten aber für viele Besucherinnen und Besucher gewappnet sein und entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können. Das ist allein schon deshalb notwendig, weil wir eine gewisse Fläche für Arbeitsgruppen brauchen, die sodann einzelne Themen diskutieren werden.

NADR: Wird es anschließend weitere Möglichkeit geben, sich zu beteiligen?

Özcan: In dem Forum wird erst einmal eine gemeinsame Gruppenarbeit gestaltet, so dass eine Beteiligung gewährleistet ist. Und auch nach dem Forum wollen wir natürlich gemeinsam diese Maßnahmen angehen und umsetzen.

NADR: Im letzten Jahr waren so genannte Workshops angedacht, die nicht nur auf einen Termin beschränkt sind.

Özcan: In der Planung sind keine Workshops vorgesehen. Da es sich aber um ein lockeres Format und nicht um ein ausgearbeitetes Konzept handelt, können hier mehrere Möglichkeiten der Bürger-Beteiligung mit eingebunden werden.

NADR: Die B 293 zählt sicher zu diesem Themenbereich. Die Bürgerinitiative hat sich nach einer Veröffentlichung des Bundestagsabgeordneten Christian Jung wieder einmal zur Ortsumfahrung Jöhlingen Wort gemeldet und sie in Frage gestellt. Stehen Sie nach wie vor und ohne Wenn und Aber zu der Ortsumgehung?

Özcan: Das Thema Ortsumgehung ist schon jahrelang in kontroverser Diskussion. Ich denke es ist wichtig, hier endlich eine Lösung zu finden. Als Bürgermeister möchte ich als Vertreter und Moderator erneut mit der Bürgerschaft ins Gespräch kommen. Denn eins ist klar: die aktuelle Verkehrssituation in Jöhlingen ist nicht hinnehmbar. Jetzt möchte ich aber erstmal meinen Termin mit der Regierungspräsidentin Frau Felder abwarten, um Klarheit für mich als Bürgermeister zu bekommen, insbesondere was den Start des Planfeststellungsverfahrens anbelangt. Denn dafür gibt es noch immer keinen detaillierten Angaben.

NADR: Vielen Dank für das Gespräch.

NADR: Vielen Dank für das Gespräch.

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Kommentare (7)

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    Raimund Würtz

    |

    Ein Langeweiler mit Penetranzcharakter
    In Walzbachtal gab es noch nie und wird es sie auch in Zukunft nicht geben: die Bürgerbeteiligung. Schaumschlägerei am Belanglosen ja! Beteiligung am Wesentlichen? Nein. CDU, SPD, Grüne, FDP – alle im gleichen Sack. Haut man mit dem Knüppel blindlings drauf, trifft man immer den Richtigen.
    Jetzt hat man das Zementwerk im Ort, Belastung genug, dazu kommen noch Windräder und eine fragwürdige B 293 Umgehung. All das für den Bürgermeister (alt wie neu) kein Thema oder noch kein Thema? Bürger, die sich zu Wort melden, werden diffamiert oder zumindest als fragwürdige Egoisten und Nörgler dargestellt.
    Die Folge : „Flasche leer“.
    Keine attraktiven Wohngebiete gleich verminderte Einkommenssteuer-Einnahmen. Keine attraktiven Gewerbeansiedlungen gleich geringes Gewerbesteueraufkommen. Die Realität: Gewerbesteuereinahmen um die € 2.000.000,- das ist „zum Heulen“. Da würde jeder Kämmerer davonlaufen. Und so ist es. Die Kämmerin ist weg. Eine neue Stellenbesetzung mit einer fachlich kompetenten Person wird es hier nicht mehr geben. Ein Narr, der Kämmerer, der sich das antun würde. Und daran anschließend die Frage, wieviel Narrenfreiheit darf man dem neuen Bürgermeister schon am Anfang seiner Amtszeit gewähren? Ich meine, bei dem Zustand der Gemeinde: keine.
    Altbürger und neu Zugezogene (die hier immer Fremde bleiben werden), Dorf- und Vereinspatrioten, Feuerwehrmächtige wacht auf! In dieser Gemeinde ist
    Schicht im Schacht. Und vor allem ist weder Geld verfügbar, noch sind strukturelle Möglichkeiten für ein Mobilitätskonzept gegeben. So wie es die propagierten „Mitfahrbänke“ noch nicht gibt, wird es alle anderen Hirngespinste auch nicht geben.

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    Anonymous

    |

    Lieber Herr Würtz,

    dann nehmen Sie Ihre Frau, welche bei der Bürgermeisterwahl so gut abgeschnitten hat und verlassen Sie die Gemeinde.

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    Martin Link

    |

    Mir würde es schon genügen, wenn Herr Würtz seine Kommentare bleiben ließe.

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    wessinga

    |

    „Wer die Warheit spricht braucht ein schnelles Pferd“

    Julius Cäsar 😁

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    Ralf Meinecke

    |

    Da scheint aber jemand zutiefst frustriert (vom Leben?).
    Ein Grund mehr für mich, froh zu sein, dass die Bürgermeisterwahlen ausgegangen sind, wie sie nunmal ausgegangen sind. Verlieren muss man halt auch können. Sogar im Erwachsenenalter…

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    Steffi

    |

    Als Antwort auf: Priorität Mobilität
    Ist diese Veranstaltung an NADR vorbei gegangen ?

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