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Praktiker weg

Reaktion auf geringere Flüchtlingszahlen / Weitere Gemeinschaftsunterkünfte werden geschlossen
(PM lra) Der Landkreis hat in den letzten Monaten deutlich weniger Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen bekommen. Anzeichen, dass sich diese Situation in Kürze verändern würde, gibt es nicht. Dem entsprechend können Unterbringungskapazitäten nun weiter zurückgefahren werden. Der Kreistag hat in seiner jüngsten, bis Ende des Jahres drei Gemeinschaftsunterkünfte mit 89 Plätzen und im kommenden Jahr zwölf GU mit 584 Plätzen aufzulösen. 510 Plätze konnten bereits in den letzten Wochen abgebaut werden.

Momentan verfügt der Landkreis über 3.849 Unterkunftsplätze in 51 GU. Sollten die Zugangszahlen weiterhin abnehmen, beschloss der Kreistag in den Jahren 2018 und 2019 sechs bestehende Gemeinschaftsunterkünfte um 548 Plätze zu reduzieren. Neun weitere GU mit bis zu 1.100 Plätzen ermöglichen in den kommenden Jahren, dass sämtliche vorübergehenden Belegungen sowie mobilen Wohneinheiten sukzessive zurückgebaut werden können. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel gab bekannt, dass darüber hinaus die als Reserve vorgehaltene frühere Behelfsbelegung im ehemaligen Praktikerbaumarkt in Bruchsal-Heidelsheim vollständig aufgegeben wird und die Gemeinschaftsunterkünfte in der Bruchsaler Schnabel-Henning-Straße sowie in Bruchsal-Büchenau im kommenden Jahr in Unterkünfte für die Anschlussunterbringung umgewandelt werden. Damit müssen in Bruchsal keine weiteren GU errichtet werden. Informiert wurde des weiteren über konkrete Termine, wann mobile Wohneinheiten geschlossen bzw. zurückgebaut werden.

Nach wie vor bietet der Landkreis allen Städten und Gemeinden an, in Form eines Kombimodells Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften gegen Kostenersatz für die Anschlussunterbringung zu nutzen. Dies bietet sich an, weil sich Mitte nächsten Jahres die Zahl der Personen, die die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen, deutlich erhöhen wird. Erste Kombimodelle sind bereits in Betrieb, der Masterplan geht hier von einer Anzahl von 1.100 Plätzen aus, um flexibel auf die erwartete Nachfrage reagieren zu können.

Informiert wurde auch über den Familiennachzug, nachdem es hier immer wieder zu Fragen und Unklarheiten gekommen war. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wies darauf hin, dass ein Familiennachzug nur bei anerkannten Flüchtlingen, somit vor allem bei Syrern möglich ist. Dies bedeutet, dass nur mit einer begrenzten Anzahl von Personen gerechnet werden muss. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden im Landkreis Karlsruhe 65 Personen im Wege des Familiennachzuges aufgenommen.

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Kommentare (2)

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    AU

    |

    Zum Beitrag Praktiker weg

    Wenn Walzbachtal nicht so schnell Fakten am Jöhlinger Bahnhof hätte schaffen wollen, wäre der Neubau für die Anschlussunterbringung am Bahnhof nicht nötig gewesen. Aber Geld scheint ja in Walzbachtal keine Rolle zu spielen?
    „Nach wie vor bietet der Landkreis allen Städten und Gemeinden an, in Form eines Kombimodells Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften gegen Kostenersatz für die Anschlussunterbringung zu nutzen. Dies bietet sich an, weil sich Mitte nächsten Jahres die Zahl der Personen, die die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen, deutlich erhöhen wird. Erste Kombimodelle sind bereits in Betrieb, der Masterplan geht hier von einer Anzahl von 1.100 Plätzen aus, um flexibel auf die erwartete Nachfrage reagieren zu können.“

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    Lars

    |

    Zum Beitrag Praktiker weg
    Der Grund für den raschen Bau der AU am Bahnhof ist die Tatsache, dass alleine ein Flüchtlingsheim dort gebaut werden darf. Jede andere Nutzung wäre nicht zulässig. Die AU wird, sollten die Flüchtlingszahlen weiter sinken, von der Gemeinde als sozialer Wohnungsbau weitergenutzt. Dafür hätte dort aber nie gebaut werden dürfen. Und es steht sowiesoi zu bezweifeln, dass der Bau bauerechtlich zulässig ist. Fakt ist, es liegt eine Baugenehmigung vor, aber wenn Antragsteller (Gemeinde, die die Flüchlinge unterbringen muss) und Genehmigende Behörde (Landratsamt, das die Flüchtlingen den Gemeinden zuweist, weil es die Flüchtlingen unterbringen muss), dann kann man sich vorstellen, das die Prüfung des Bauantrages sehr wohlwollend erfolgt, mal vorsichtig formuliert. Hintergrund: Tatsächlich gibt es in den § eine Formulierung, das das Gebäude unzulässig ist, wenn unwirtschaftliche Aufwendungen für den Schutz der Gesundheit nötig sind. Diese sind Aufwendungen sind tatsächlich nötig, es gibt in der Baugenehmigung Auflagen für einen erhöhten Schallschutz geschuldet der Lage zwischen Bahn und B293. Die Flüchtlingsunterkunft ist eine willkommene Gelegenheit, ein sonst absolut unbebaubares Grundstück irgendwie wirtschaftlich zu verwerten. Darum wurde dort zuerst gebaut. Damit überhaupt gebaut werden darf.

    Und wahrscheinlch wird die Gemeinde die Überkapazitäten anderen Gemeinden anbieten und es wird „volle Hütte“ sein….

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