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Feuerwehr für Kleine

Brettener Abteilungen suchen Nachwuchs Nachwuchsprobleme drängen die Brettener Feuerwehr zwar nicht unbedingt. Nachwuchs zu bekommen ist aber trotzdem nicht so einfach. Dafür muss man sich rechtzeitig wappnen. Das tat die Brettener Feuerwehr auf Initiative des Fördervereinsvorsitzenden Anton Pleyer gestern mit einer Aktion auf dem Brettener Marktplatz. Die Floriansjünger präsentierten die Prunkstücke ihres Ausrüstungsarsenals, die Drehleiter und das modernste Löschfahrzeug.
Die sogenannten „Eyecatcher“, wie sie Pressesprecher Achim Pleyer nannte, sorgten denn auch für ein gehöriges Publikumsinteresse. Bevor der Nieselregen einsetzte war die Arena rund um die Feuerwehrfahrzeuge dicht bevölkert mit allerdings ein wenig zu jung ausfallendem, potentiellen Nachwuchs auf den Armen von Mamas und Papas. Die klassische Zielgruppe der Zehn- bis Siebzehnjährigen, auf die die Pleyers und ihre Kameraden gehofft hatten,  war darunter nicht vertreten, eher eine Nummer kleiner. Denn welcher Drei- bis Sechsjährige will neben Pilot nicht auch mal Feuerwehrmann werden?
Ganz besonders Feuer und Flamme war Andreas Beha. „Er hat zu Hause jede Menge Bilderbücher über die Feuerwehr und Feuerwehrautos“, berichtet Papa Martin. Da war klar, dass man zu so einem Event hin musste. Etwas zögernd beobachtete der Vierjährige zunächst aus sicherer Distanz und auf dem Arm des Papas den Angriff mit dem Körner auf die Seitenscheiben eines bedauernswerten Fiat Punto, vom dem am Ende der Aktion nicht mehr viel übrig bleiben sollte.
Zuerst mal gucken, was Sylvia Weise da anstellt. Die Leipzigerin, zur Einheitsfeier zu  Besuch in Oberderdingen, zwängte sich in die Montur von Philipp Pannier und ging dann entschieden zum Angriff auf den Punto über. Kracks und schon hielt sie eine Seitenscheibe als Trophäe in den Händen. Bei solchen Vorbildern wollte Andreas dann schließlich doch auch ran. Mit starker Unterstützung und auf dem Arm des Papas war der Knirps noch schneller erfolgreich und mit der begeisterten Oma zusammen stolz wie Bolle.
Wenn das nicht der Impuls für eine erfolgreiche Feuerwehrkarriere darstellt! Auf jeden Fall verlangte ihm sofort nach dem Einsatz des Spreizers und der Hydraulikschere („Wann schneiden die denn das Dach auf?“), mit der die Holme des Punto durchtrennt wurden. Verbürgt ist nicht, ob er auch vom zweiten Angebot Gebrauch machte, einer der vielen Fahrten mit dem historischen Mannschafts- und Gerätewagen aus dem Jahr 1934, mit dem die Fördervereinstruppe durch die Brettener Innenstadt tingelte.
Bei ihm auf jeden Fall dürfte das von Achim Pleyer zu Beginn ausgegebene Motto umgesetzt worden sein: „Wir wollen uns präsentieren und wir wollen ins Gespräch kommen“, sagte er. „Wenn ein Jugendlicher oder auch ein Erwachsener am Montag bei einem unserer Übungsabend vorbeischauen würde, das wäre toll“. Auf geht’s.

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