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Polizeiposten bleibt

Landespolizeidirektion revidiert Entscheidung (update 28.10.20)

Ein Notfall heute Morgen hat das Thema Polizeipräsenz in Walzbachtal und die Aussage des Brettener Polizeirevierleiters Bernhard Brenner geradezu bildhaft illustriert. Er hatte im Gemeinderat versichert, die Polizei sei von Bretten ebenso schnell oder gar noch schneller vor Ort wie die Beamten des örtlichen Polizeipostens. Das hat sich in diesem Fall bewahrheitet. Die Feuerwehr war nach einem Notruf mit mehreren Fahrzeugen noch vor der Polizei in der Burgstraße vor Ort. Wenig später trafen nacheinander zwei Fahrzeuge aus dem Polizeirevier Bretten ein, erst danach das des örtlichen Polizeipostens. Diese Bemerkung als einführende Erweiterung zu dem Bericht, der bisher schon auf NadR online war. Er wird heute ergänzt mit einer Stellungnahme von Bürgermeister Timur Özcan.

Der Wössinger Polizeiposten bleibt. Mit dieser Entscheidung konterkariert das Landespolizeipräsidium den Auftritt des Brettener Polzeirevierleiters vor dem Walzbachtaler Gemeinderat. Bernhard Brenner war am 12. Oktober mit großer Entschiedenheit davon ausgegangen, dass der Posten zum Jahreswechsel geschlossen wird.

Bleibt weiter unter dem Halteverbotszeichen stehen.

Das zumindest war die Quintessenz seiner Ausführungen, in denen er immer wieder betonte, dass die Polizeipräsenz mit der Betreuung aus Bretten sogar zunehmen werde. Das kleine Fragezeichen, mit dem er am Schluss seine Einschätzung versah, wurde zum Stolperstein.

Aus dem Stuttgarter Staatsministerium kommt nämlich jetzt ein deftiges: Kommando zurück! „Wir gehen nicht davon aus, dass der Polizeiposten geschlossen wird,“ teilte Renato Gigliotti, Mitarbeiter der Pressestelle des Innenministeriums, auf Nachfrage mit. Entsprechende Informationen habe er aus der Landespolizeidirektion erhalten. Wie allerdings die langfristige Planung für den Polizeiposten  aussehen wird, das könne er noch nicht sagen. Ob mit dieser Entscheidung eine bisher versagte personelle Aufstockung des Polizeipostens einhergeht, konnte ebenso niemand beantworten wie die Frage. ob der derzeitige Postenführer Klaus Müller Verstärkung erhalten wird.

Erleichtert über die Entscheidung der Landespolizeidirektion ist Timur Özcan.“Ich bin sehr froh dass die Polizei bleibt“, sagt der Walzbachtaler Bürgermeister. Er könne zwar fachlich die Position des Brettener Polizeirevierleiters verstehen, der die Schließung des Polizeipostens begründet und im Gemeinderat mächtig Gegenwind erhalten hatte. Dass die Bürger mit dem örtlichen Polizeiposten einen unmittelbaren Bezugspunkt zur Polizei haben, habe für ihn allerdings einen höheren Stellenwert.

Dass die Gemeinde Walzbachtal vor dieser Entscheidung von der Präsidentin des Karlsruher Polizeipräsidiums um eine Stellungnahme gebeten wurde, sei ein absolutes Novum. Die einstimmige Ablehnung des Gemeinderats gegenüber dem  Vorschlag zur Schließung habe ganz klar Einfluss auf die Entscheidung der Landespolizeidirektion gehabt. Mittlerweile habe er das Abstimmungsergebnis  des Gemeinderats selbstverständlich der Polizeipräsidentin mitgeteilt.

Auch wenn mit dieser Entscheidung die personelle Besetzung des Polizeipostens mit nur einem Beamten weiterhin unbefriedigend sei, so sei dies immer noch besser als keinen zu haben, meinte Özcan. Ob und wann sich die Personalsituation im Polizeiposten ändert, das sei vom Polizeipräsidium noch nicht kommuniziert worden.

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Kommentare (1)

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    Daniela Linke

    |

    Als Antwort auf: Polizeiposten bleibt
    Ich finde es großartig das der Polizeiposten erhalten bleibt. Seit 2007 leben mein Mann und ich in Wössingen, und ich war mehrmals dort auf dem Revier, einmal als Geschädigte wegen Anzeige wegen Internetbetrugs, einmal als Zeuge wegen einer Fahrerflucht, und einmal habe ich vor Ort Hilfe erbeten nach einem Unfall. Immer war schnell jemand vor Ort. Ich fand es bedauerlich das die Präsenz vor Ort leider nachgelassen hatte, was aber wohl an der personellen Situation lag. Danke an den Gemeinderat das er sich gegen eine Schließung ausgesprochen hat.

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