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Werk für Jahrhunderte

Verlag Regionalkultur arbeitet an Walzbachtaler Ortschronik / Mitarbeit von Lokalhistoriker vermisst
Jöhlingen und Wössingen feiern 2024 ihren 1000. Geburtstag. Beide wurden 1024 in einer Urkunde des Klosters Lorsch erstmals erwähnt. Dazu will die Fusions-Gemeinde Walzbachtal eine gemeinsame Orts-Chronik erstellen lassen. Sie soll Ende 2023 erscheinen. Bereits im September erhielt der Ubstadt-Weiherer Verlag Regionalkultur vom Gemeinderat dazu den Auftrag.Verleger Reiner Schmidt und Autor Karl-Heinz Glaser stellten im Wössinger Hof einer stattlichen Anzahl von Besuchern ihre ersten Vorarbeiten zu dem Werk vor. Darunter nicht nur Mitglieder des Heimatvereins, der sich als Kooperationspartner der Gemeinde zur Verfügung stellt, sondern auch etliche andere Interessierte

Michael Paul, der den erkrankten Bürgermeister vertrat, wies auf die Bedeutung hin, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. In Zeiten, in denen den Flüchtlingen mit Vorbehalten begegnet werde, solle man sich darauf besinnen, dass die Vorfahren der sich als Ureinwohner zählenden Jöhlinger Fabrys, Silverys, Reicherts oder Abeles selbst als Flüchtlinge in den Kraichgau gekommen seien.

Verleger Reiner Schmitt, Autor Karl-Heinz Glaser, Bürgermeisterstellvertreter Michael Paul, Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Eberle

Verleger Reiner Schmitt, Autor Karl-Heinz Glaser, Bürgermeisterstellvertreter Michael Paul, Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Eberle, Anja Leyerle

Der Verlag Regionalkultur, so betonte Verleger Schmidt, habe schon viele Ortschroniken veröffentlicht. „Dieses Buch bleibt für Jahrhunderte ein Nachschlagewerk“, versicherte er. Autor Karl-Heinz Glaser stellte dessen Struktur und geplante Themen in groben Zügen vor. Er sah gute Voraussetzungen für die Chronik in dem bestens geordneten Gemeindearchiv. Wenig hilfreich seien bisher vorliegende Publikationen, da dort oft auf die Angabe von Quellen verzichtet worden sei. Als selbstverständlich bezeichnete Vorsitzender Wolfgang Eberle die Mitarbeit des Walzbachtaler Heimat- und Kulturvereins. Der Verein habe gerne seine Unterstützung zugesagt, zumal die Gelegenheit bestehe, die jüngere Geschichte einzubringen. Alle vier betonten immer wieder, dass die Mitarbeit örtlicher Autoren und Vereine unverzichtbar sei. Dazu riefen sie mehrfach auf.

Aus dem Publikum heraus darauf angesprochen, bedauerten sowohl Glaser als auch Schmidt, dass mit Jürgen Protz der wohl profundeste Kenner zumindest der Jöhlinger Geschichte seine Mitarbeit verweigere. Alle versicherten jedoch, dass dessen Mitarbeit als eine große Bereicherung empfunden würde. Dafür stünden nach wie vor alle Türen offen. Michael Paul hoffte darauf, dass in den persönlichen Fotoalben der Bürger noch mancher Schatz gehoben werden könne. Als ein ganz besonderes Geschenk würde er ein Dokument der ehemaligen Jöhlinger Synagoge begreifen, von der es bisher nur Fotos der Ruine gebe.

Wer glaubt, zur Ortschronik etwas beitragen zu können, der hat dafür die Ansprechpartner Anja Leyerle (Telefon 8817 E-Mail: a.leyerle@walzbachtal.de) oder Wolfgang Eberle (Telefon 7298 oder E-Mail wolfgang.eberle@gmx.de). Buchprojekt Ortschronik Walzbachtal

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