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Ohne Plan

Gemeinderat streicht Jöhlinger Frühlingsfest
Dass das Walzbachtaler Gewerbe in einem unorganisierten Zustand ist, hat sich längst herumgesprochen. Der desolate Zustand des Gewerbevereins hat jetzt Konsequenzen. Das Jöhlinger Frühlingsfest ist gestrichen. Zwar sei von einzelnen Jöhlinger Gewerbetreibenden der Antrag für ein Frühlingsfest im April eingegangen, informierte Bürgermeister Karl-Heinz Burgey den Gemeinderat. Aufgrund eines fehlenden Veranstaltungskonzept und einem fehlenden Gewerbeverein wollte die Gemeindeverwaltung diesen Antrag aber nicht befürworten. In Walzbachtal wird es – so beschloss der Gemeinderat daraufhin – nur mehr jeweils einen verkaufsoffenen Sonntag an Kerwe in Wössingen (22. Oktober) und Jöhlingen (15. Oktober) geben.

In der Verwaltungsvorlage für den Gemeinderat heißt es dazu:
Am 08.11.2016 ging ein Antrag von einzelnen Jöhlinger Gewerbetreibenden zur Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntages anlässlich eines Frühlingsfestes im April 2017 bei der Gemeindeverwaltung ein. Um die durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 11.11.2015 nun klarer ausgelegten Voraussetzungen für die Zulassung eines verkaufsoffenen Sonntags zu erfüllen, bedarf es einer Veranstaltung, die weit über die alleinige Ladenöffnung hinausgeht. Die Gemeindeverwaltung hat den Antragstellern mit Schreiben vom 21.11.2016 angeboten, eine Veranstaltung pro Jahr und pro Ortsteil zu organisieren und um Stellungnahme gebeten.

Aufgrund der Unentschiedenheit und eines fehlenden neben der Ladenöffnung erforderlichem Veranstaltungskonzept der einzelnen Gewerbetreibenden, dem fehlenden Gewerbeverein bzw. einer Vereinigung aller Gewerbetreibenden hat sich die Gemeindeverwaltung abschließend dafür ausgesprochen, die eine Veranstaltung pro Jahr in Jöhlingen anlässlich der Kirchweih durchzuführen. Die Kirchweih ist eine Traditionsveranstaltung, wurde all die Jahre stets durchgeführt und hat im Reformationsjubiläumsjahr 2017 eine große Bedeutung, die mit einer Veranstaltung auch gewürdigt werden sollte. Diese Entscheidung wird später auch noch öffentlich bekanntgegeben.

Bei der Rückmeldung war die gleiche Anzahl von Gewerbetreibenden jeweils für das Frühlingsfest und die Kirchweih. Der Gemeinderat wurde nichtöffentlich am 09.01.2017 darüber informiert. Aufgrund der Unentschiedenheit und eines fehlenden neben der Ladenöffnung erforderlichem Veranstaltungskonzept der einzelnen Gewerbetreibenden, dem fehlenden Gewerbeverein bzw. einer Vereinigung aller Gewerbetreibenden hat sich die Gemeindeverwaltung abschließend dafür ausgesprochen, die eine Veranstaltung pro Jahr in Jöhlingen anlässlich der Kirchweih durchzuführen. Die Kirchweih ist eine Traditionsveranstaltung, wurde all die Jahre stets durchgeführt und hat im Reformationsjubiläumsjahr 2017 eine große Bedeutung, die mit einer Veranstaltung auch gewürdigt werden sollte. Diese Entscheidung wird später auch noch öffentlich bekanntgegeben.

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Kommentare (1)

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    Klaus Kußmann

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    Zum Beitrag „Ohne Plan

    Herr schmeiss Hirn ra! Was muss noch alles passieren, wie viel Umsatz muss noch nach außen abwandern, bis die Vorstandschaft des Gewerbevereins und die verbliebenen Mitglieder endlich begreifen, dass eine Runderneuerung notwendig ist?
    Einen Gewerbeverein zu führen ist eine große Verpflichtung. Da ist es nicht damit getan, sich in unregelmäßigen Abständen zu treffen um sich gegenseitig zu beweihräuchern und auf alles zu schimpfen, was nicht so läuft, wie man sich das vorstellt.
    Da kleben in Walzbachtal im Gewerbeverein Leute an ihren Posten, die ihrer Aufgabe absolut nicht gerecht werden. Bei einer derart untätigen Vorstandschaft ist es kein Wunder, wenn Mitglieder davonlaufen oder andere Gewerbetreibenden erst gar nicht eintreten.
    Es wundert mich nicht, wenn immer mehr Ladengeschäfte schließen und Handwerksbetriebe über mangelnden Umsatz mit Walzbachtaler Bürgern klagen.
    Ich muss die Braut schmücken, um sie unter die Haube zu bringen!
    Die Bürger müssen erkennen, dass es attraktiv ist, im Ort einzukaufen. (– und das im doppelten Sinne zum Wohle aller — )
    Da geht es nicht darum einen Tag länger offen haben zu können, um mehr Umsatz zu machen. Es ist notwendig, den Bürgern zu zeigen, welche Leistungen sie im Ort erwarten können.
    Es ist besonders wichtig, dem Verbraucher immer wieder zu zeigen, dass er es mit seinem Kaufverhalten in der Hand hat, die Geschäfte und Betriebe zu erhalten.
    Nur wenn wir gesunde Gewerbebetriebe haben, kann die Verwaltung mit vernünftigen Gewerbesteuereinnahmen kalkulieren.
    Die Gewerbesteuer ist eine wichtige und unverzichtbare Einnahmequelle für die Gemeinde. Ohne diese Einnahmen sind viele wichtige Aufgaben nicht zu stemmen.
    Es ist Zeit, wach zu werden! Mein Appell an alle Handel- und Gewerbetreibenden im Ort: „Lasst euch eine solche Interessensvertretung nicht weiter gefallen – werdet selbst aktiv!“

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