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Nur gemeinsam stark

Holzverkauf an das Landratsamt abgetreten

Dem Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über gemeinsamen Holzverkauf stimmte der Walzbachtaler Gemeinderat zu. Walzbachtal schließt sich damit einer Reihe von Gemeinden an, die einen solchen Vertrag mit dem Landkreis schon abgeschlossen hatten. Der Beschluss ist letzte Konsequenz einer lange andauernden kartellrechtlichen Auseinandersetzung,

die in der Auflösung der bisherigen auch für die Staatswälder zuständigen Einheitsforstämter mündete. Der Verkauf der in den kommunalen Wäldern eingeschlagenen Hölzer darf nicht mehr über sie abgewickelt werden.

An ihre Stelle tritt eine Holzverkaufsstelle, die im Landratsamt als Ausweg aus dieser Misere geschaffen wurde. Das sei eine kreisfreiwillige Aufgabe, deren Übernahme der Kreistag zugestimmt habe, informierte Simon Boden den Gemeinderat. Der Forstbezirksleiter für den Bereich Kraichgau legte Wertdarauf, dass die Kommunen trotzdem immer Herr des Verfahrens bleiben würden. Sie alleindürften selbst über die Verwertung ihrer Hölzer entscheiden. Da aber eine einzelne Gemeindegegenüber den Aufkäufern eine schwächere Verhandlungs-Position hätten, mache das Angebot des Landratsamtes für die Bündelung des Angebots und den gemeinsamen Holzverkauf Sinn,zumal dies eine ziemlich komplexe Aufgabe sei, wie auch Bürgermeister Timur Özcan betonte.

Volker Trumpf (CDU) verlangte vor der Zustimmung dennoch Auskunft über die Kosten. Er sah die Notwendigkeit weiterer Ausgaben nicht, da die Gemeinde ja ohnehin mit Christian Wachter einen eigenen Förster bezahle, der sich um die Sache kümmere. Da die Holzverkaufsstelle im Landratsamt keinerlei Beteiligung an den Verkaufserlösen erhalte, bezweifelte er überdies, dass sie großes Interesse an gewinnbringenden Verkäufen habe. Simon Boden räumte die fehlende Gewinnerzielungsabsicht ein, versicherte aber trotzdem, „dass wir alles versuchen werden, das Bestmögliche herauszuholen“. Wenn die Gemeinden wegen fehlender Verkaufserfolge als Kunde abspringen würden, würde man die Holzverkaufsstelle ja auf lange Sicht in Frage stellen.

Jutta Belstler fühlte sich schließlich bemüßigt, die Zweifel zu dämpfen : „Ich habe volles Vertrauen in das Landratsamt, das diese Aufgabe sicherlich fürsorglich handhaben wird,“ meinte die CDU-Kreisrätin. Im Verbund seien die Gemeinden stärker als als Einzelkämpfer auf dem Holzmarkt.

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