Noch länger zu

Vollsperrung auf der B 293 und B 10 wird noch mal verlängert

(PM) Seit 29. Juli 2021 wird die B 293 in Berghausen unter Vollsperrung saniert. Parallel dazu wird auch die Grundwasserwanne auf der B 293 und K 3541 abschnittsweise saniert. Seit dem 20. September haben außerdem die Arbeiten auf der B 10 in Berghausen ab der Einmündung B 293 in Richtung Pforzheim begonnen. Aufgrund von Verzögerungen im Bauablauf wird die Vollsperrung der B 293 im Bereich nach der Einmündung der K 3541 bis zum Ortsausgang in Richtung Jöhlingen und auch der Bereich der B 10 ab der Einmündung der B 293 in Richtung Pforzheim erst zum 6. November 2021, und nicht wie bisher geplant zum 22. Oktober 2021, aufgehoben werden. Gründe für die erneute Verlängerung der Vollsperrungen sind hauptsächlich die unbeständigen Witterungsbedingungen, zusätzliche Arbeiten für die Gemeinde Pfinztal sowie nicht vorhersehbare Gegebenheiten im Baugrund.

Erläuterungen der Gründe im Einzelnen: Witterungsverhältnisse

Die Arbeiten in den unterschiedlichen Bauabschnitten sind teilweise stark von der Witterung abhängig. Da die tieferliegenden Bodenschichten für die Verkehrsbelastung nicht tragfähig genug sind, ist auf beiden Bundesstraßen be reichsweise ein Bodenaustausch vorgesehen. Der vorhandene Boden kann je[1]doch bei zunehmender Nässe nicht ohne die Gefahr von Standsicherheitsproblemen ausgebaut werden. Auch im Bereich der Grundwasserwanne sind insbesondere bei der Vorbereitung und Aufbringung der Abdichtung auf den Bestandsbeton sowie der Asphaltschichten trockene Unterlagen erforderlich. Eine externe Trocknung durch Geräte ist nur bis zu einem bestimmten Grad möglich.

Zusätzliche Arbeiten für die Gemeinde Pfinztal

Im Laufe der Maßnahme zeigte sich, dass entgegen den Vorerkundungen wesentlich mehr Bestandsleitungen als bisher angenommen sanierungsbedürftig waren. Deshalb kamen unterschiedliche Verlegearbeiten, zum Beispiel Querungen und Hausanschlüsse bei der Wasserversorgung sowie Verlegungen von Leerrohren für Breitband, im Straßenkörper durch die Kommune hinzu. Mit dem Ziel die Lebensdauer beziehungsweise Dauerhaftigkeit der Straßendecke möglichst lange zu gewährleisten, werden diese Arbeiten im Zuge der Sanierung mitausgeführt um Aufgrabungen nach kürzerer Zeit zu vermeiden. Diese Arbeiten fallen sehr zeitintensiv aus, da sich in Ortsdurchfahrten im Bereich der Straße und des Gehwegs viele Bestandsleitungen befinden, die bei den Arbeiten gesichert und gegebenenfalls verlegt werden müssen.

Unvorhergesehene Gegebenheiten im Baugrund Im Vorfeld der Maßnahme wurde der Baugrund punktuell untersucht und ein geotechnisches Gutachten erstellt. Dabei wird, wie im Tiefbau üblich, davon aus[1]gegangen, dass sich die punktuellen Untersuchungen auf die umliegenden Bereiche übertragen lassen. Die beiden Bundesstraßen bestehen in ihrer Lage bereits seit vielen Jahrzehnten und wurden im Laufe der Zeit des Öfteren erneuert beziehungsweise überbaut. Diese Anpassungen wurden nicht dokumentiert, so dass die tatsächlichen Gegebenheiten während der Planung nicht berücksichtig werden konnten.

Während der Arbeiten traten nun an unterschiedlichen Stellen unerwartete Gegebenheiten im Baugrund auf, zum Beispiel ein stillgelegter Brunnen oder holzunterfüllte Betonplatten, die entweder außerplanmäßig entfernt werden müssen oder die vorgesehenen Arbeiten behindern.

An anderen Stellen wurde anhand der punktuellen Untersuchungen von tragfähigen Schichten ausgegangen, die in situ aber wesentlich geringer ausfielen als angenommen.

Weiterer Bauablauf bis Jahresende

Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren wurde der Bauablauf überarbeitet und sieht bis Jahresende folgende Arbeiten vor: Bis zum 6. November 2021 sollen die oben erwähnten Abschnitte abgeschlossen sein. Nach deren Fertigstellung wird anschließend der Einmündungsbereich der B 293 in die B 10 unter Vollsperrung saniert. Dies bedeutet, dass im Zeitraum vom 6. bis voraussichtlich 21. November 2021 alle drei Äste der Bundesstraßen temporäre Sackgassen sind.

Der Ortsteil Wöschbach ist dabei über das innerörtliche Straßennetz in Berghausen zu erreichen. Die Sanierung der B 10 in Richtung Karlsruhe erfolgt ebenfalls ab dem 6. November, wobei hier mehrere Abschnitte vorgesehen sind. Dadurch soll gewährleistet werden, dass auch bei unerwarteten Witterungsverhältnissen die Arbeiten an der B 10 soweit abgeschlossen und die Befahrbarkeit bei einer möglichen Unterbrechung eingehalten werden können. Mit dem Ziel einen möglichst langen Abschnitt der B 10 in Richtung Karlsruhe in diesem Jahr sanieren zu können, sind die Arbeiten bis zum 18. Dezember 2021 angesetzt. Gegebenenfalls sind weitere Arbeiten im Jahr 2022 erforderlich.

Nach Abschluss der Sanierung des Einmündungsbereichs, voraussichtlich ab dem 22. November 2021, wird außerdem der bisher ausgesparte Bereich der B 293 zwischen Einmündung und Grundwasserwanne saniert. Aufgrund der vorliegenden Fahrbahnbreiten erfolgt die Sanierung dieses Abschnitts halbseitig, sodass die Befahrung im Wechselverkehr, d.h. unter Nutzung einer Lichtsignalanlage, möglich ist. An der Einmündung B 293 / B 10 ist die Fahrbeziehung Nord-Ost in beide Richtungen möglich. Vor dem Abschluss der zurzeit laufenden Arbeiten und der damit verbundenen Fertigstellung der aktuellen Bauabschnitte, werden keine weiteren Bauabschnitte in Angriff genommen.

Da auch der weitere Bauablauf von unvorhergesehenen Gegebenheiten im Baugrund und der Witterung abhängig ist, wird das Regierungspräsidium Karlsruhe über den weiteren Baufortschritt und -ablauf, insbesondere bei sich abzeichnenden Änderungen, informieren. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Verkehrsteilnehmer für die Belastungen und Behinderungen um Verständnis.

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links