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Neues Bestatten

Gärtnergepflegte Grabfelder wird es auf den Wössinger und Jöhlinger Friedhöfen geben. In Jöhlingen wurde schon mit der Realisierung begonnen. Über den Baufortschritt und weitere Details berichteten Thorsten Baege und Simon Dopichay von der beauftragten Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner.

Bis zum letzten Tag der 25-jährigen Grabnutzungsdauer sei die Pflege abgedeckt, informierte Thorsten Baege. Dafür werde die Genossenschaft verschiedene Preisangebote unterbreiten. Sie werden zwischen 2500 und 7500 Euro liegen, seien allerdings noch nicht im Detail festgelegt. In der neuen parkähnlichen Gestaltung, die die Friedhofsbesucher zum Aufenthalt einladen würden, gebe es nicht mehr die Abtrennung der einzelnen Grabstätten. Insgesamt werden rund 70 Urnengrabstätten zur Verfügung stehen.

Auch für Wössingen sei mittlerweile die Planung fertig für ein vergleichbares Feld. Dort würden sieben Sarggräber, 37 Urnengräber und 20 Urnengräbergemeinschaften entstehen. Umgesetzt werde die Planung von einer Arbeitsgemeinschaft dreier Landschaftsgärtnerbetriebe aus Pforzheim, Bruchsal und Heidelsheim. Ein lokaler Gartenbaubetrieb habe kein Interesse gezeigt, meinte Baege auf Nachfrage aus dem Gemeinderat. Das hänge unter anderem damit zusammen, dass die Rentierlichkeit erst nach einem längeren Zeitraum innerhalb der 25 Jahre entstehe.

Karin Herlan (SPD), die sich schon im Wössinger Friedhof um die Breite der Wege gesorgt hatte, empfand den einen vorgesehenen Meter als zu schmal, insbesondere im Hinblick auf Rollstuhlfahrer und Rollatoren. Bedenken, denen sich Ernst Reichert (Grüne) und seine Fraktionskollegin Andrea Zipf anschlossen. Die beiden Experten räumten daraufhin ein, die Breite der Wege noch einmal zu überdenken.

Michael Paul (CDU), der sich vor Ort ein Bild gemacht hatte, empfand schon den bisherigen Zustand als „teuer und edel“ und das sei gut so. Die Anlage sehe gelungen aus, unterstützte er den Bürgermeister („Ich bin begeistert“). Karl-Heinz Burgey war gespannt auf die Reaktionen aus der Bevölkerung. Insbesondere freute er sich, dass für Jöhlingen und Wössingen zwei unterschiedliche, passgenaue Lösungen für den jeweiligen Ortsteil gefunden worden seien. „Es tut uns sehr gut, dass wir hier ein Feld haben, das sich wohltuend abhebt von manchen Bereichen auch in Walzbachtal“, meinte er. Es werde keiner gezwungen, das zu nutzten. Die Möglichkeit der bisherigen normalen Bestattungsform bleibe erhalte.

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Kommentare (1)

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    Karin Hengst

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    zum Beitrag „Neues Bestatten

    Schön, dass sich Karin Herlan um diese Thematik kümmert, danke! Meine Mutter konnte mit Rollstuhl nicht mehr das Urnengrab ihres Mannes in Jöhlingen besuchen. Vorher war der Besuch mit Rollator auch schon abenteuerlich, auf diesem schmalen Weg.

    Karin Hengst

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