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Mühlenfreunde besuchen die Heimat

Das Wetter hatte es nicht gut gemeint mit der neunten Auflage des Gondelsheimer Mühlenfestes. Davon ließen sich Viktoria, Alexandra und Christoph Brauch nicht verdrießen. Die Veranstalter und Motoren der Hilfsorganisation „Humanitas“ verwandelten kurzerhand den weiträumigen, überdachten Hof der Brauch-Mühle in eine Festmeile. Hunderte tummelten sich dort am Samstag nicht des bloßen Vergnügens willen, sondern auch um „Humanitas“ zu unterstützen. Die Hilfsorganisation, die die Brauch-Geschwister nach dem verheerenden Tsunami am 26.12.2004 aus der Taufe hoben, finanziert einen Gutteil ihrer Hilfsaktionen in Asien und Afrika aus den Erlösen des Mühlenfestes. Immer mit dabei ist bei den Festen der Humanitas Modibo Coulibaly. Der in Karlsruhe arbeitende IT-Spezialist ist das Humanitas-Bindeglied zu seinem Heimatland Mali. Bei den Besuchen seiner Familie statten er und seine Frau Kadi Traore zwanzig Schulen mit Lernmaterialien aus, kümmern sich um die Wasserversorgung, versichert er im Gespräch mit NadR. Es ist also eine bunte Mischung, die den Mühlenhof belagert. Sehr viele auswärtige Gäste sind darunter. Ehemalige Gondelsheimer nutzen diese Gelegenheit immer wieder für einen Besuch der Heimat. Die Ansbacherin Irene Ziegler, die fünfzehn Jahre in Gondelsheim wohnte und sich in dieser Zeit mit Viktoria Brauch befreundete, zählt dazu ebenso wie ihr Mann. Als ehemaliger Dirigent des Gondelsheimer Musikvereins war er im eifrigen Plausch mit seinen ehemaligen Musikerkollegen zu sehen, die zur musikalischen Unterhaltung beitrugen wie zu späterer Stunde auch der Diskjockey „Dumbo“. Als eine „Ehrensache“ empfand Siegmund Rieger den Besuch. Der Müller der pfälzischen Bienwaldmühle („alle Müller sind irgendwie miteinander verbandelt“) empfand wie alle anderen Besucher auch das Gondelsheimer Mühlenfest schon allein wegen seines sozialen Zweckes als „eine Sache, die man unbedingt unterstützen muss“.

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